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Ergebnisse: Die ersten Tübinger Herbstdebatten

Wer sich am Samstag, dem 23.11.2013,  in „Dr. Lehles Behandlungsraum“ begab, musste sich nicht vor seinem Zahnarzt fürchten, sondern höchstens vor der Leistung anderer Debattanten. Denn zum zweiten Mal in diesem Jahr konnten Neulinge des Debattiersports in Tübingen ihr Können unter Beweis stellen. Die Räume waren wieder angelehnt an bekannte Persönlichkeiten aus der Debattierszene. So gab es heiße Debatten im Raum „Hilde brennt“, kaum ruhiger ging es in „Peters Plätzchen-Plausch-Plenum“ zu.

Aber bevor man sich auf seine Rede (und gegnerische Redner ;-)) stürzen konnte, führten die Chefjuroren Dominic Hildebrand und Sarah John in die Regeln der Offenen Parlamentarischen Debatte ein. Danach wurden die Setzung und das erste Thema bekannt gegeben – „Sollen Privatkindergärten und Privatschulen abgeschafft werden?

Obwohl die meisten Neulinge dieses Semester mit dem Studieren angefangen hatten und dachten, die Schulzeit hinter sich zu lassen, galt es in der ersten Runde also, sich dorthin zurückzufinden, denn genau zu diesem Thema wurde von vielen die erste Turnierluft geschnuppert. Nach der Punktevergabe und den ausführlichen Feedbacks der Juroren konnten die Teilnehmer aber auch etwas anderes schnuppern: Das Mittagessen.

Nach der Stärkung mit frischer Pizza ging es auf zur nächsten Runde. „Sollen sich Teilnehmer bei den olympischen Spielen öffentlich politisch äußern dürfen?„, war diesmal die Frage. Es ging um Meinungsfreiheit, Menschlichkeit und Olympia als friedliches Fest aller Nationen. Im Sinne dieses Mottos saß man dann nach der Runde zusammen bei Kaffee und Kuchen und ließ die ersten beiden Runden Revue passieren. Die einen machten sich Hoffnungen auf den Finaleinzug, die anderen erlebten ihre ersten Turniererfahrungen unter dem Motto „dabei sein ist alles“. Aber alle gemeinsam fieberten der letzten Vorrunde entgegen.

Beim Thema „Soll die „Pille danach“ rezeptfrei sein?“ wurde dann um die Finalplätze gekämpft. Feedback gab es in dieser Runde nicht, so dass noch über die Ergebnisse und Finalisten spekuliert werden konnte.

Dann kam er – der Moment, auf den alle gewartet hatten: Die Verkündung des Final-Breaks. Auf Platz 2 zog das Team „Bonn Breaking Bad“ (Katharina Maier, Jan Brockhaus, Jens Hueh) ins Finale ein. Mit deutlichem Vorsprung davor führte das Team „Heidelberg Philosophenweg“ (Philipp Donner, Philipp Bender, Sebastian Bock) das Tab an und stellte außerdem mit Sebastian Bock einen von drei Rednern als „Top of the Tab“. Punktgleich mit ihm zogen Christoph Hautkappe (EBS Communicate) und Jonathan Seebach (Heidelberger Rederei) als Freie Redner ins Finale ein. Als dritter Freier Redner schaffte Simon Klein (DC Hannover) den Sprung ins Finale. Aber auch die Leistung der Tübinger kann sich sehen lassen – das Team „Streitkultur Nike“, bestehend aus Oliver Schaub, Laura Zietlow und Renée de Graaf verpassten auf Platz 3 im Teamtab nur knapp den Finaleinzug. Außerdem eroberten die Tübinger Debattanten Alexander Ropertz, Reneé de Graaf, Sammy Miles-Krieger, Jakob Weigl und Laura Zietlow zudem Platz 8, Platz 9 und dreimal punktgleich Platz 11 im Einzelrednertab.

Im Finale überzeugte dann schließlich als Regierung das Team aus Heidelberg bei der Frage „Soll Edward Snowden Asyl in Deutschland erhalten?“ und gewann somit das Turnier. Zum besten Finalredner kürten die Ehrenjuroren Prof. Dr. Dietmar Till (Seminar für Allgemeine Rhetorik) und Peter Croonenbroeck (früherer Streitkultur-Vorstand und Deutsche Meister im Debattieren 2010) den Bonner Redner Jan Brockhaus.

Nach einer erneuten Stärkung ging es dann zur Party, wo bis in die späten Morgenstunden auf der Tanzfläche, an der Bar oder am Tischkicker gefeiert wurde.

Die Streitkultur bedankt sich bei allen Teilnehmern und Helfern herzlich für das wunderbare Turnier und hofft, dass jeder wertvolle Erfahrungen mitnehmen konnte. Besonderer Dank geht an die Chefjuroren, die Ehrenjury und die Stadtwerke Tübingen, die das Event als Sponsor ermöglicht haben!

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