Debattieren heißt, Neues kennenlernen, Leute treffen, Meinungen hören. Unter diesem Verständnis reiste eine Delegation der Streitkultur dieses Jahr erstmals zu den Red Sea Open nach Eilat in Israel!

Die Red Sea Open sind ein jährliches internationales Turnier, das im September 2013 nun zum vierten Mal stattgefunden hat. Debattiert wird auf Englisch im British Parliamentary Style (BPS), das heißt, es treten Teams aus je zwei Personen an. Neben dem Turnier, das vom 08.-13. September ging, war natürlich bei der Gelegenheit gleich noch Kultur und Urlaub mitgeplant, so dass wir insgesamt vom 05.-16.09. unterwegs waren. Mit von der Partie waren Jan und Lennart als Streitkultur Nemesis, Konrad und (aufgrund kurzfristigen Ausfalls aus Berlin eingesprungen) Carla als Streitkultur Peitho und Nikos als Juror.

Als Erstes wurde dann nach einer Nacht in Tel Aviv auch direkt Jerusalem besichtigt, inklusive der Klagemauer, der Grabeskirche und Dank des jüdischen Neujahrsfestes Rosch ha-Schana auch jeder Menge orthodox gekleideter jüdischer Einwohner – glücklicherweise hatte aber auch der hauptsächlich von Arabern betriebene Basar geöffnet, so dass wir einiges zu sehen bekamen. Das Wetter war, wie während des gesamten Aufenthalts, wolkenlos sonnig bei 30-40 Grad Celsius.

Danach ging es dann mit dem Bus in den Süden ans Rote Meer, nach Eilat. Dort erwartete uns schon die Begrüßungsparty für die Teilnehmer sowie fünf Tage lang ein All-inclusive-5-Sterne-Hotel – das am komfortabelsten gestaltete Turnier, das wir je besucht haben! Debattiert wurde auf einem Campus der Ben Gurion University of the Negev, in dem wir zunächst einen Tag Workshops und danach zwei Tage lang drei Debattenrunden am Tag hatten. Abends gab es großartige Socials, beispielsweise ein Lagerfeuer am Stand oder das „Amazing Race“. Schließlich kam es dann zum Break, wo die Veteranen und native Speaker uns abhängen konnten, doch das hemmte die Freude nicht – so erlebte man als Zuschauer spannende Halbfinale und das Finale und anschließend eine herausragende Karaoke- und Poolparty! In der Freizeit konnte man wahlweise den Hotelpool besuchen oder einen von zahlreichen Stränden, unter anderem auch zum Korallenriff-Schnorcheln.

Danach ging es für uns getrennt zurück, allen voran Nikos, der schon am Finale leider nicht mehr dabei sein konnte. Für Konrad und Lennart endete die Reise jedoch erst nach Jom Kippur in Tel Aviv, was die Gelegenheit bot, einmal eine komplett autoleere Stadt zu erleben und unter anderem auf der Autobahn Karten zu spielen. Insgesamt haben wir eine Menge gesehen, viele neue Freunde gefunden und festgestellt, dass sich in Israel kein Mensch wegen des Syrienkonflikts sorgt oder massenweise Gasmasken gekauft würden, wie deutsche Medien vehement proklamieren.

Das Fazit: Die Red Sea Open sind unter den internationalen Turnieren auf jeden Fall ein Highlight, bei dem man dabei gewesen sein sollte – auch die Möglichkeit, sich Israel und die Leute näher anzusehen ist eine Chance, die man nutzen sollte. Bedenkt man zudem die Teilnahmegebühr von etwa 110 Euro pro Person so ist das Turnier im Vergleich Preis-/Leistung-mäßig unschlagbar. Kurz – es ist gut, Debattant zu sein.

Abschließend noch ein paar Bilder:

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