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Ein ganzes Streitkultur Team, bestehend aus Karl Fischborn, Lucas Muth und Christian Leroy, sowie Anna Leßmann als Streitkultur-Einzelkämpferin im Mischteam BaWü, sind am 14.03 der Einladung zum Debüttanten-Cup nach Mainz gefolgt. Nach morgendlicher Anreise und kurzem Rumirren auf dem Mainzer Campusgelände fand man sich zum gemeinsamen Frühstücks-Buffet in einen eigens dafür hergerichteten Sammelraum zusammen. Dieser Raum diente auch zwischen den Turnierrunden als Tankstelle für Snacks, Getränke, Kuchen, Muffins und Donuts. Nachdem das Turnier ganz dringend um Punkt zehn Uhr anzufangen hatte, begaben wir uns bereits um 10:15 Uhr gemächlich in das Plenum – einen zweiten Sammelraum, ohne Essen, aber dafür mit vielen Tischen und Stühlen. Das Thema der ersten von insgesamt drei Vorrunden lautete: „Soll es eine EU-Armee geben?“
Nachdem gepflegt über die Europäische Union, Russland, die Nato, die Vereinigten Staaten von Amerika, Geopolitik und vieles mehr debattiert wurde, gab es in der Mainzer Mensa neben einem sehr leckeren Mittagessen auch noch eine große Überraschung für alle Tübinger: Essen auf Tellern. Im Gegensatz zur Tübinger Mensa in der Wilhelmstraße, in der das Essen bis zu seinem Verzehr schmackhaft in den Einlassungen der Plastiktabletts verweilt, spendiert das Studierendenwerk Mainz seinen Speisen und seinen speisenden Gästen den Luxus von echtem Geschirr. Optisch wie kulinarisch verwöhnt, der Magen schwer, der Tag noch lange – Trägheit drohte sich auszubreiten. Doch die nächste Forderung der Regierungen, die Abbildung von Politikerinnen und Politikern auf Wahlplakaten gänzlich zu verbieten, zwang die Debütanten zu voller Aufmerksamkeit in der Debatte rund um das politische System der BRD, dessen Konzeption, Realität und Idealzustand. In der anschließenden dritten und letzten Vorrunde durfte sich noch mit Gerechtigkeit auseinandergesetzt werden. Sollen bei Rechtsstreitigkeiten Anwälte den Mandanten immer zugelost werden, war hier die Frage.
Dann der Break: Als Teams ins Finale kamen Die informierten Techniker aus Mainz und Streitkultur Erebos aus Tübingen. Frei reden durften Eva Oermann, Habakuk Hain und Pia Kenhry. Pegah Maham und Sabrina Effenberger jurierten als Chef- und Malte Westphal, Daniil Pakhomenko sowie Lukas Beichler als Hilfsjuroren. Nach den üblichen 15 Minuten Vorbereitungszeit standen sich Die informierten Techniker als Regierung und die Streitkultur Erebos als Opposition in der Streitfrage „Soll ehrenamtliches Engagement die Voraussetzung für die Aufnahme eines Studiums sein?“ entgegen. Am Ende unterlag die Streitkultur den Mainzer Technikern mit 222 zu 217 Punkten – was das Tübinger Team vom ordentlichen Feiern freilich nicht abhielt. Die Gratulationen und Glückwünsche das Gewinnerteam aus Mainz waren nicht nur sportlich, sondern auch kameradschaftlich. Beiden Teams hat das Debattieren im Finale unglaublich großen Spaß gemacht – und das musste gefeiert werden.

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