V.l.n.r.: Konrad, Alex, Sabine, Amelie, Hanjo, Sammy

Am 29. und 30. November rief der alljährliche Schwarzwald-Cup auch die Streitkultur ins schöne Freiburg. Nach einer langen, entbehrungsreichen Zugfahrt mit nur drei Umstiegen (man sollte meinen, dieses Baden sei näher an Tübingen, aber das sieht die Bahn wohl anders) entschlossen wir (Amelie und Sammy als Streitkultur Aiolos, Alex und Hanjo als Streitkultur Medusa und Konrad und Sabine als Juroren) uns, nach einem kurzen Zwischenstopp bei unseren Gastgebern noch in dem Restaurant vorbeizuschauen, in dem die Freiburger für alle schon freitags Angereisten reserviert hatten, denn die Fahrt war nicht nur für unsere Nerven, sondern auch für unsere Mägen entbehrungsreich gewesen. Trotz der guten Gesellschaft gingen wir bald zurück zu unserer Unterkunft, die wir mit Münsteranern und Hamburgern teilten. Das größte Problem dieser Masse an Gästen bemerkten wir am nächsten Morgen: Um sieben Uhr ging der Kampf um die einzige Dusche los. Ein Vorgeschmack auf das folgende Turnier? Zumindest konnte jeder, der wollte, duschen, und dank Straßenbahn waren wir sogar wirklich pünktlich (womöglich Tübinger Weltpremiere) und hatten noch Zeit zum Frühstücken, bevor die erste Vorrunde losging. Die Chefjuroren sorgten für abwechslungsreiche Themen in den vier Vorrunden: Da wurde über moderne Kunst debattiert, die nicht von Kindergekritzel unterscheidbar ist, über lesende Sträflinge und Forschungsgroßprojekte. Das einzige Problem des Turniers war nicht das weitgehend vegane Essen (der Salat war wunderbar, und zum Kaffee gab es sogar echte Milch), sondern der weite Weg vom Hauptraum zu den Debattenräumen, der mehrere Minuten der Vorbereitungszeit kostete, aber immerhin eine Stadtbesichtigung (und Freiburg ist wirklich sehenswert!) ermöglichte. Und der Fairness halber muss erwähnt werden, dass die Vorbereitungszeit deshalb um einige Minuten verlängert wurde. Wer also den Freiburger Weganweisern folgte oder einen einigermaßen guten Orientierungssinn hat, verlor keine wertvolle Zeit, selbst dann nicht, als das Gebäude, das wir zur Abkürzung passiert hatten, abgeschlossen wurde und sich der Weg mindestens verdreifachte, weil wir um das Gebäude herumlaufen mussten.

Nach der letzten Vorrunde ging es direkt zum Social, wo es auch Abendessen gab (sogar noch für die Juroren, die aufgrund der Jurierung später kamen!). Nach Stunden des angespannten Wartens auf den Break bekamen wir endlich die frohe Botschaft: Streitkultur Medusa war auf dem siebten Platz ins Halbfinale gebreakt, und auch unsere beiden Juroren würden sich in den Ausscheidungsrunden weiter austoben dürfen! Diese Break-Quote von 2/3 aller Tübinger musste natürlich gefeiert werden, und so hatten alle während des Socials noch viel Spaß – nicht zuletzt wegen der Powerpoint-Karaoke, die die Freiburger organisiert hatten und während der über Bruno, den Problem-Bären oder Willys Urlaubserlebnisse referiert wurde. Aus taktischen Gründen ließen wir uns dennoch nicht auf den Kampf um den Titel des „Last Team Standing“ ein, schließlich galt es, am nächsten Morgen ein Halbfinale zu bestreiten.

Auch hier waren wieder alle pünktlich, doch weder Pünktlichkeit noch Kaffee oder ein kurzes Nickerchen vor dem Halbfinale halfen – nach dem Halbfinale war das Turnier auch für Streitkultur Medusa vorbei. Und so standen sich im Finale zum Thema „Dieses Haus würde Pick-Up-Seminare verbieten“ Stuttgart, Heidelberg, Jena und Mainz/ Münster gegenüber. Schließlich gewann das Stuttgarter Team, und auch die Streitkulturler, die das Finale noch angeschaut hatten (teils aus Interesse, teils zum Jurieren), konnten sich auf den Rückweg machen, der ebenso lang und entbehrungsreich war wie die Hinfahrt. Alles in allem war es ein gut organisiertes, spaßiges und erfolgreiches Wochenende. Zur SDM kommen wir wieder – aber dann hoffentlich mit dem Auto.

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