Mit viel Selbstvertrauen und Doktor Simon Lehle im Handgepäck reiste die Streitkultur nach Bonn zum Reedhoven-Cup. Zwei Teams waren bereit, sich todesmutig dem unbekannten Format zu stellen, das den furchteinflößenden Namen OPD trug. Für das Team Streitkultur Hades traten Lennart Lokstein, Nikos Bosse und der famose Doktor Simon Lehle an. Das zweite Team setzte sich aus Elisa Schwarz, Tina Rudolph und Thomas Schröter zusammen, die sich der geballten Macht des OPD-Formats entgegenstellten. Unser siebtes Teammitglied, Konrad Gütschow, wurde ausgewildert und einem Rudel Berliner Debattantinnen ausgesetzt, die er wider Erwarten erfolgreich domestizieren konnte. Die wilde Tübinger Horde fand eine artgerechte Unterkunft im Haus des Bonner Debattanten Jan, die alle nur denkbaren Annehmlichkeiten bot.

In den folgenden Vorrunden debattierten wir über Drogen, Mutanten, Fußball und den Strafvollzug. Da Doktor Simon Lehle nicht nur fachlich als genialer Biochemiker brilliert, sondern sich auch regelmäßig aus dem Elfenbeinturm der Wissenschaft in die Niederungen der Sportstadien dieser Republik begibt, konnte er dem gegnerischen Team in der Fußballdebatte die rote Karte zeigen. Trotz einer eingesprungen 51-Punkte-Blutgrätsche durch Konrad Gütschow, der in der gegnerischen Mannschaft spielte, qualifizierte sich Streitkultur Hades mit der besten Debattenpunktzahl von 258 Zählern für den Sprung in die KO-Runden. Auch das Team Streitkultur Hyperion zeigte sich von seiner besten Seite und konnte besonders in der letzten Debatte die Berliner Opposition in den geschlossenen Strafvollzug einweisen lassen.

Obwohl sich beide Tübinger Teams schon im Finale aufeinanderprallen sahen, kam leider nur eines über die Vorrunden hinaus. Im nun anstehenden Halbfinale trafen das blutrünstige Team Streitkultur Hades auf die tödlichen Berliner Babybärchen und wurden von Konrad als freiem Redner flankiert, um über das bedingungslose Grundeinkommen zu debattieren. Das Finale, das die Schlachtung von Zootieren zum Thema hatte, entschied Lukas Haffert mit sensationellen 62 Punkten fast im Alleingang für sich und sein Team aus Bremen. Gegen die anfangs in Führung liegenden Tübinger Robbenbabys machte der erbarmungslose Bremer Eisbär Haffert vom Recht des Stärkeren gebrauch, um sie am Ende ohne Gnade zum Frühstück zu verputzen.

Trotzdem sicherte sich Tübingen durch das Turnier eine weiter ausgebaute Führung in der Freien Debattierliga und Lennart Lokstein gelang zudem als Einzelredner die Top-of-the-Tab-Platzierung.

Wir danken den Bonner Turnierausrichtern für das brillante Wochenende und die unvergessliche Party am Samstag Abend. Wir kommen jederzeit gerne wieder zu euch, um in der Höhle des Löwen zu debattieren.

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