Streitkultur e.V. blieb am 9. April erneut seinem Ruf treu, einer der wichtigsten Innovationsmotoren in der deutschen Debattierszene zu sein und veranstaltete das erste moderne dialektische Turnier. Damit wird nicht nur eine Tradition wieder aufgenommen, die bis zu Aristoteles zurückreicht sondern vor allem gleichzeitig auch das rhetorische Trainingsspektrum für Studenten erneut erweitert.

Das Logo der Disputation

Am Sonntag trafen sind ganztägig Mitglieder der Streitkultur mit Gästen aus Mainz und Freiburg um gemeinsam zu disputieren. In vier Vorrunden und einem Finale ging es dabei um Themen wie „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich!“, „Ohne Freunde ist Alles Nichts!“ oder „Gerechtigkeit ist die höchste Tugend!“. Im Gegensatz zum Debattieren war es dabei nicht das Ziel der Disputanten, bestimmte Maßnahmen zu fordern, sondern zu zeigen, das die eigene These (Etwa: „Es ist richtig, für einen Freund einen Meineid zu schwören!“) gerecht ist und sich ohne Widersprüche oder absurde Konsequenzen halten lässt. Dabei ist jeder Disputant auf sich allein gestellt – Teams wie bei der Debatte gibt es nicht.

Nach den Vorrunden in der Tübinger Bierbrezel, einem gemeinsamen Mittagessen und zahllosen Kaffee als Nervennahrung war es dann soweit: Zwei Disputanten hatten sich gegen ihre Mitstreiter durchgesetzt und gezeigt, dass sie den anderen im Wettstreit überlegen waren – Simon Herrmann vom DCJG in Mainz und Bernd Rex, Gründungsmitglied der Streitkultur, zogen ins Finale ein. In einem spannenden Finale, vor den aufmerksamen Teilnehmern und unter den kritischen Augen der Jury aus Tim-C. Bartsch, Marietta Gädecke und Michael Hoppmann, vertrat Bernd Rex die These, „Es ist für Richter wichtiger, dem eigenen Gewissen als den Gesetzen zu folgen!“. Er setzt sich damit gegen seinen Opponenten knapp durch. Er ist damit neuer Disputationsmeister!

Diese Premiere der Disputation war ein voller Erfolg für alle Teilnehmer und wird demnächst sicherlich wiederholt werden. Weitere Informationen zum Format „Disputation“ finden sich hier sowie zusammen mit zahlreichen Vorübungen und Themen im Trainingsbuch Rhetorik (siehe auch unter Publikationen)

Bericht Michael Hoppmann

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