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Sechs Wochen bevor die Tübinger Streitkultur selbst die Ehre hat, die vierte ZEIT-Debatte der Saison ausrichten zu dürfen ( die selbstverständlich im OPD-Format stattfinden wird), begaben sich zweieinhalb Teams und vier Juroren des Vereins in Richtung Bayreuth, um sich im BP-Debattieren auf der ZEIT-Debatte Oberfranken vom 20. bis zum 22. März zu messen. Lennart Lockstein und Jan Ehlert, sowie Konrad Gütschow und Nikos Bosse bildeten jeweils ein Team, während Jonas Hilla dem Verein „fremdging“ und mit der Debattantin Johanna von Engelhardt aus Münster antrat. Außerdem reisten Linda Schneller, Lucas Muth, Philipp Schirmer und Katrin Witte als Juroren an und um es auf den Punkt zu bringen: vier Juroren – vier Personen, die noch nie zuvor eine Debatte juriert, aber ihr Bestes gegeben haben und viel von diesem Wochenende mitnehmen konnten.
Mit bester Laune im Gepäck kamen die Teams am Freitag in Bayreuth in der Jugendherberge an und dies nicht nur wegen der Vorfreude auf das bevorstehende Turnier, sondern auch, weil das Wetter an diesem sonnigen Frühlingstag kaum zu übertreffen war. Mit gefülltem Magen, der dem leckeren Abendessen der Mensa geschuldet war, und gestärkt ging es dann auf zur ersten Vorrunde, in welcher das Thema „Angenommen es gibt eine Technologie, die Erinnerungen an seinen Ex-Partner löschen kann. DHW den Einsatz erlauben.“ debattiert wurde. Nachdem die 44 Teams ihre Argumente zu Selbstbestimmung, Persönlichkeitsentwicklung und Co. mehr oder weniger erfolgreich ausgetauscht hatten, begann der gemütliche und entspannte Teil des Abends: Man konnte entweder einen Film in der Uni ansehen, der thematisch auf die vorhergehende Runde abgestimmt war oder sich im Glashaus, einer Studentenkneipe auf dem Campus, dem Bier und anderen Getränken zuwenden und Gespräche jenseits von Sprechzeiten, Präsidenten und sonstigen Regeln und Bewertungen führen.
Der nächste Tag begann für einige Teilnehmer viel zu früh, aber wie heißt es so schön: Morgenstund‘ hat Gold im Mund. Mit goldbraunen Brötchen auf den Tellern ( wobei man sie in Bayern Semmeln nennt, Franken aber nicht wirklich zu Bayern gehört und sie daher auch Weggla heißen können – man beachte die Wichtigkeit von Definitionen und genauen Bezeichnungen, die auch bei Debatten helfen können) und Koffein in den Tassen einiger Debattanten begann das Frühstück um 7.30 Uhr. Bevor die nächste Mahlzeit eingenommen wurde, trugen die Teams die zweite und dritte Vorrunde aus. Thematisiert wurde, ob man Massenschlägereien, wenn sie –ähnlich wie Demonstrationen- angemeldet würden, legalisieren sollte und ob Ergebnisse von staatlich subventionierter Forschung als Open Source der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werden sollten. Darauf folgten nach dem Mittagessen und einem Präsidententreffen zwei weitere Vorrunde, die wiederum ebenfalls spannende Themen bereithielten: „DHW eine vierte Schulform über dem Gymnasium einführen.“ und „ DHW ohne juristische Prüfung Reparationszahlungen an Griechenland leisten.“ Spannende Debatten – anschließend erschöpfte Debattanten. Die Menge bewegte sich, nach kurzer Pause in der Jugendherberge, in Richtung Innenstadt, um im „Goldenen Anker“ das Abendessen genießen und den Abend ausklingen zu lassen. In wirklich schickem Ambiente wurde gespeist und sich unterhalten, bis zur Verkündung, welche Teams und Juroren es denn nun ins Halbfinale geschafft hätten. Unter den acht weitergekommen Teams und den Juroren, die am nächsten Tag erneut ihres Amtes walten durften, fand sich leider kein einziger Tübinger, was der guten Stimmung des Abends jedoch glücklicherweise keinen Abbruch tat. Nach tosendem Applaus für die Erfolgreichen der Vorrunden wurde die Feier ins Glashaus verlegt, das einige Teilnehmer bereits am vorherigen Abend kennenlernen durften.
Am Finaltag genossen auch die ausgeschiedenen Teams und Juroren unterhaltsame und interessante Debatten und schließlich setzten sich zwei Bremer bei einer Debatte zum Thema „DHW Privatpersonen erlauben, Flüchtlinge bei sich aufzunehmen.“ durch und gewannen somit die ZEIT-Debatte Oberfranken 2015.

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