Zwischen Debatte und Glühweinbecher

Eifrig übt sich, was ein guter Redner werden will! Weil Streitkultur viel Wert auf die Nachwuchswerbung legt, fuhren an die 25 Tübinger, ergänzt durch Gäste aus Heidelberg, nach Römerstein auf die traditionelle Erstsemesterhütte. Vom 18ten bis zum 20ten November konnten sich die „Anfänger“, darunter zahlreiche Erstsemester verschiedenster Fächer, völlig zurückgezogen von der Zivilisation in der Kunst der Debatte üben. Angeleitet von den erfahrenen Trainern der Streitkultur wurden in verschiedenen Kleingruppen die debattantischen Fähigkeiten zu erproben. Daneben gab es für Interessierte die Möglichkeit, Einblick in das Handwerkszeug eines Juroren zu bekommen.

Für das leibliche Wohl und alles andere sorgte das großartige Küchen- und Organisationsteam. Derart umsorgt und verpflegt konnten sich die „Neuen“ völlig ihrem rhetorischen Training widmen. So wissen sie jetzt mehr darüber, wie man ein Argument klar aufbaut und einprägsam macht, wie man den Antrag der Regierung in der Luft zerfetzt oder die gegnerische Seite mit mehr oder weniger netten Stigmas und Labels tituliert. In anschließenden Übungsdebatten wurde dann über das Für und Wider der Einführung eines „dislike“-Buttons bei Facebook und das NPD-Verbot debattiert.

Doch auch die härtesten Streitkultur-Veteranen können nicht rund um die Uhr debattieren. Dementsprechend gab es dann am Abend Werwolfrunden sowie mal mehr oder weniger alkoholhaltige Getränke. Nicht nur der grandiose Sternenhimmel über der schwäbischen Alb sorgte für Begeisterung. Bei der Party am Samstagabend zeigte so manches Vereinsmitglied, dass es sich neben der debattantischen auch auf die tänzerischen Künste versteht. Daneben hat so mancher bis heute nicht wirklich über die grüne Grenze gefunden. Oder um es mit einem der wohl am häufigsten vernehmbaren Sätze des Abends auszudrücken: „Darauf trinke ich!“

Am Sonntag war es dann viel zu schnell vorbei. Nach einem kurzen Rückblick auf das Wochenende (man beachte: der wirklich einzige Kritikpunkt bezog sich auf so maßgebliche Dinge wie einen Kasten Wulle-Bier) ging es wieder zurück nach Tübingen. Die Teilnehmer danken dem Organisationsteam für ein großartiges und intensives Wochenende!

 

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