Unser Mitglied Justus harrt derzeit in weiter Ferne an der deutschsprachigen Andrássy Universität in Budapest aus. Ihm gelang es Anfang Dezember, Konrad aus unserem Club für einen Workshop an die Donau zu locken. Hier ist der Bericht, den er darüber für die Uni-Homepage schrieb.

 

Am 4. Dezember wurde von Konrad Gütschow im Hörsaal Nr. 5 an der Andrássy Universität Budapest ein ungefähr viereinhalb-stündiger Debattierworkshop abgehalten. Herr Gütschow debattiert seit etwa acht Jahren am Debattierklub Streitkultur e.V. der Universität Tübingen und gewann 2016 die  Deutschsprachige Debattiermeisterschaft. Zudem war er bereits zweimal Debattier-Vizeweltmeister und gibt Workshops vor Studenten und im Rahmen universitärer Programme und Tagungen von Unternehmen.

Dieses Mal bestand das Publikum des Workshops aus sechs Studierenden der AUB, denen neben nützlichen Präsentationstechniken auch das Debattieren als Sport näher gebracht werden sollte. Einem kurzen Theorie–Input folgten dabei jeweils Übungen, in denen das Gehörte in die Praxis umgesetzt wurde. Nach mehreren Übungen, zum Beispiel zu der Rezitation dadaistischer Gedichte in einer bestimmten Tonlage, gingen Gütschow und die Studenten zum richtigen Debattieren über.

Dabei wurde zunächst der Kern jeder Debatte und Diskussion betrachtet: das Argument. „Die Schlüssel zu einem guten Argument sind eine klare Behauptung am Anfang, eine hinterfragende Begründung und ein möglichst anschauliches Beispiel“, erklärte der Experte den Studierenden, gefolgt von Übungen wie Argumente-Ping-Pong. Zum krönenden Abschluss des Workshops fand eine Debatte über die Thematik des bedingungslosen Grundeinkommens statt. Dabei versuchten die nun in Pro und Contra eingeteilten Studierenden die eigene Seite mit Hilfe der erlernten Techniken möglichst gut darzustellen.

Auch, wenn es am Ende keine Sieger gab, nahmen die Teilnehmer etwas mit, denn wie Gütschow es formulierte, könne „Jeder Mensch (…) reden. Bei vielen werden allerdings die natürlichen Fähigkeiten durch Angst und Stress blockiert. Daher setzen wir uns gezielt stressigen Redesituationen aus, um im Alltag entspannt zu sein.“

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