Für die erste und einzige BP-Campus-Debatte der Saison reiste die SK nach Wien. Es gab ein Top of the Tab, Breaks und eine Juriermedaille. Das Wochenende in vier Stationen.

 

Die Anreise: Wenn man morgens früh aufsteht und mehrere Uni-Veranstaltungen in der Klausurenphase ausfallen lässt, muss es echte Debattierliebe sein. Die neun Stunden bis nach Österreich ließen sich nur mit der Ferienbande – ich korrigiere: der „Feeerieeenbaaaande!“ – überstehen. So viele Zitate, die demnächst durch den Club zirkulieren werden! Zwischendurch bleib noch Zeit für Twitter-Selfies und der Anwendung der mitgebrachten Ketchup-Vorräte. Die sich langsam abzeichnenden Alpen und später die Prachtstraßen Wiens entschädigten dann am Ende für die lange Anreise. Obwohl wir fast anderthalb Stunden vor Beginn der Debatten ankamen, wurden wir völlig unnötig von der (sonst aber sehr netten) Wiener Orga angeraunzt. Sei´s drum.

Prachtvolles Wien

Die Vorrunden: Gefühlt länger als die eigentlichen Debatten dauerte es, im verwinkelten Schulgebäude die einzelnen Räume zu finden. Wenn mal erst einmal angekommen war, warteten Debatten zu Gefängnissen, religiösen Konflikten, der „Stunde Null“, Bail-Outs und der Frauen-Schachliga. Das Teilnehmerfeld der Campus-Debatte war – vielleicht der generellen BP-Turnier-Unterversorgung wegen – enorm stark besetzt. Trotzdem marschierte das über Frankfurter-Tübinger-Grenzen vereinte Marion-Marius-Team vorne weg. 14 von 15 möglichen Punkten waren die eindrucksvolle Vorrunden-Bilanz. Aber auch Bea und Justus schlugen sich mehr als wacker, waren nach zwei Vorrunden ganz vorne dabei und mussten erst später abreißen lassen. Den Break verpassten sie schließlich denkbar knapp um einen Punkt- freuen konnten sie sich trotzdem über gute Einzelreden-Ergebnisse. Lennart und Sven jurierten mal mit alten Bekannten, mal mit Erstis, mal mit Lehrern (!) der Schule und breakten am Ende beide. Durch die jeweiligen Tiefpunkte des Turnieres gab sich unsere Delegation gegenseitig seelischen Beistand.

Ferdi vermisste irgendwann seinen Hut. Keine Ahnung wo der gelandet war.

Das Social: Sven verlor sein Social-Ticket nach rekordverdächtigen 30 Minuten; Lennart konnte endlich sein wöchentlich genossenes Schnitzel an seinem kulinarischen Urpsprungsort genießen. Ansonsten: Die lange Zeit zum Break wurde mit netten Gesprächen mit den Wienern überbrückt; außerdem wurde „Durch den Binroom“ ein bisschen weiter in die Szene getragen. Den Abend rundete Marius mit seinem ersten, letzten und besten Tweet ab:

Realistische Selbsteinschätzung (@MariusHobbhahn)

Die KO-Runden: Den Vormittag erkundeten Justus und Bea die Wiener Museumswelt. Derweil waren im Halbfinale 1 Marius und Marion – auch nach geänderter Faltung – nicht aufzuhalten. Beim Thema Transhumanismus auch kein Wunder. Im anderen Halbfinale erlebten Lennart und Sven eine entspannte Jurierung, bevor Sven den öffentlichen Call auf denkbar dämlichste Weise verhunzte (der Autor dieser Zeilen geht darauf aus Achtung vor sich selbst nicht näher ein). Im Finale kam es dann wie es kommen musste: Unser Frankfurt-Tübinger-Mixed-Team erwischte natürlich gerade jetzt eine unglücklichere Debatte und die einzigen in Höchstform waren das Twitter-Duo Bea und Justus sowie die Schließende Opposition aus Christoph und Anton. So war am Ende eine Juriermedaille für Sven – der sie zu diesem Zeitpunkt nicht mehr wirklich verdiente – das Einzige, womit unsere Delegation aus Wien zurückkehrte.
Aber da war ja noch die Rückfahrt. Und die Ferienbande!