Zusammen mit der Hochschulgruppe iGEM veranstaltete die Streitkultur eine Tübinger Debatte zu Gen-Editing an Embryos. Auch dank viel Beteiligung aus dem Publikum wurde es eine spannene und tiefgehende Diskussion.

 

  • „Würden wir nicht allen Menschen mit Behinderung zeigen, dass sie unerwünscht und fehlerhaft sind?“
  • „Was sagt ihr zu den Risken der künstlichen Befruchtung?“
  • „Können wir durch die Auslöschung gefährlicher Krankheiten nicht weltweit Milliarden einsparen?“
  • „Wärst du als Embryo schon verändert worden- wärst du noch derselbe Mensch?“

In genau solchen Fragen liegt die Stärke der „Tübinger Debatte“. Dieses Format – das älteste in Deutschland – lebt wie kein zweites von der Interaktion mit dem Publikum. Zwar halten zwei 2er-Teams Anfangs- und Schlussplädoyers; aber dazwischen liegt die lange Zeit der „Großen Aussprache“, in der die vier Redner dem Zuhörern Rede und Antwort stehen müssen.

Ein spannendes Thema und entsprechend viel Redebedarf- die Tübinger Debatte steht an.

Nun können solche Publikumsdiskussionen schnell scheitern: Entweder verlaufen sie im Sande, oder sie arten komplett aus. In diesem Falle aber stimmte die Konstellation: ein spannendes und sensibles Thema, eine gute Moderation durch Melanie sowie viele und vor allem interessierte und in der Materie bewandte Zuhörer.

Der letzte Faktor: Zwei gute Rednerteams. Die Debatte fand als Kooperation mit der Hochschulgruppe „iGEM Tübingen“ statt, die in Form von Vic-Fabienne und Christoph viel naturwissenschaftliche Expertise zu dem Thema beisteuerte. Unsere Redner Lennart und Samuel wiederum brachten all ihre Fähigkeiten als vielleicht beste Rebuttal-Redner der Streitkultur ein. Sie liefen in diesem wie auf die zurecht geschnittenen Format zur Höchstform auf.

Warten auf die Fragen des Publikums: Lennart, Vic-Fabienne, Samuel und Christoph.

Rund 2 Stunden lang kurvte die Debatte durch fast alle Aspekte des Themas: Risiken, ethische Abwägungen, Kostenfaktoren und wahrscheinliche Zukunftsszenarien. Dann stand schließlich formal ein Sieger fest: Vic-Fabienne und Lennart hatten als Pro-Seite im Debattenverlauf mehr Leute auf ihre Seite ziehen können. Letztlich war aber das Ergebnis – genau wie beim PSD – zweitrangig. In erster Linie blieb festzuhalten, dass den Zuschauern eine abwechslungsreiche und sowohl spaßige, als auch spannende Veranstaltung geboten worden war. Streitkultur, iGEM, Tübinger Debatte- das passt gut zusammen ;)

Verbrüderung zwischen Streitkultur und iGEM nach der Debatte

Die Debatte zum nachträglichen Anschauen: