Bei der 3. Campus-Debatte der Saison unterliegt die Streitkultur im Finale den Kollegen aus Freiburg. Aber Joschka macht als bester Finalredner von sich reden.

Mit etwas Verspätung lassen wir mal die März-CD Revue passieren:

Die Gastgeber: Wenn wir schon bei unserer eigenen Campus-Debatte den großen Aufwand betont haben, den so ein großes Turnier verursacht- was muss es erst für den jungen Mannheimer Club für eine Herausforderung gewesen sein, dieses Turnier zu stemmen. Mit viel Einsatz wurde uns aber ein schönes Wochenende bereitet- abgerundet von der trockendsten Danksagung in der noch jungen Geschichte der Turnierserie. Über die Stadt selbst will ich nicht viele Worte verlieren, aber man muss die Mannheimer für eines loben: Dass sie das einzig schöne Gebäude (ein Schloss) in einer sonst sehr trostlosen Gegend klargemacht zu haben. Und in einem ehemaligen Prunksaal lassen sich Vorrunden doch sehr gut überstehen; genauso wie ein Finale vor Europaflaggen im Ratsgebäude.

Die Juroren: Jan glänzte vor allem durch Abwesenheit (insbesondere vor der Breakverkündung). Gerüchtweise aufgrund seiner Chefjury-Pflichten, vielleicht wollte er aber auch nichts mit uns zu tun haben :( . Die 2,5 Themen mit USA-Bezug (Ehemalige Sklaven und Liberia, politische Migragtion nach New Hampshire und Israel-Politik) trugen aber deutlich seine Handschrift. Justus litt erwartungsgemäß in der Geschichtsdebatte. Konrad wirkte über seine Berufung zum Finalpräsidenten erst mäßig begeistert, stellte dann aber bei seinen Ansagen John „Mad Dog“ McDonald in den Schatten. Die Juriermedaille gab´s quasi zur Belohnung.

Justus gibt Nachhilfe in Geschichte nach VR1
Konrad (vorne rechts) ölt seine Stimme

Die Exil-Rednerin: Bea meinte, sie müsste dieses Turnier der SK den Rücken kehren und mit Jana und Kai im Mixed-Team reden (shame!). Immerhin hatte sie so einen Teampartner, der alle Kriege mit israelischer Beteiligung im 20. Jhd. auswendig kann. In den K.O.-Runden betätigte sie sich wieder als professionelle Zitate-aus-dem-Kontext-Twittererin.

Bea hört irgendwem (Marion?) zu. Was kreativeres fällt mir nicht ein.

Streitkultur Tlaloc: Constanze, Lennart und Chiara bewegten sich diesmal im atztekischen Götterhimmel. In den Vorrunden belebten sie die Streitkultur-Tradition kreativer Gegenanträge aus der Opposition. Trotz des verpassten Halbfinales hatten sie ein schönes Wochenende- gefährdet nur durch aktue Übermüdung.

Constanze eröffnet für ihr Team.

Streitkultur Ozymandias: In Abwesenheit von Samuel musste Joschka an die Seite von Marius und Sven einspringen. Und wie: Nicht nur erreichte er auf seinem zweiten großen Turnier auf Anhieb die Top-10 und half damit „Ozymandias“ zum erneuten Top-of-the-Tab-Break. Sondern er erlangte mit einer unterhaltsam-lockeren Rede in seinem ersten Finale gleich den Preis der Ehrenjury um Samuel Koch. Aber auch wenn sein Team aus der Opposition flammend Macrons Gelbwesten-Politik verteidigte, musste man sich knapp der Regierung aus Freiburg geschlagen geben. Was die Tübinger aber auch nicht davon abhielt, den neuen SK-Preisträger auch nach dem Finale gebührend zu feiern.

„Wann soll denn dieser ominöse richtige Moment kommen? Wenn der Mond im richtigen Winkel am Himmel steht?“- Joschka als Ergänzungsredner im Finale.