Nach sechs Monaten in Singapur kehrt Bea nach Tübingen zurück- zum alljährlichen SK-Cup. Sie trifft auf viele neue und altbekannte Gesichter und erlebt einen Tübinger Heimsieg.

 

Das erste Turnier seit über einem halben Jahr… Das bedeutet: Freunde endlich wiedersehen und unzählige Umarmungen, aber auch die Frage, ob alles noch so ist wie früher und ob man überhaupt noch zurecht kommt. In einem halben Jahr kann sich ja soooo viel verändern (beispielsweise sind Helene Fischer und Florian Silbereisen nicht mehr zusammen).

, mein erstes Turnier nach über einem halben Jahr Pause. Da fragt man sich: Welche Sprachbilder sind gerade angesagt, welche Gestik zurzeit modern? Wurde in der Zwischenzeit wieder eine neue Punkteskala eingeführt? Ich bin gespannt. (@beadcala)

Aber: eigentlich war alles so wie immer und das war genau gut so. Ein bisschen Debattieren, ein bisschen Chaos, ein bisschen Kuchen und ganz viel Spaß.

Da der Streitkultur-Cup dieses Jahr an zwei Tagen stattfand, gab es am Samstag unglaublich entspannte Vorrunden. Einzig die Haupt-Orga um Franzi und Chiara, die nebenbei auch noch tabben musste, sowie die wie immer großartige freiwillige Helferschar war im Dauereinsatz. Die Turnierthemen auf den Ballots reichten von Feminismus und Gewalt in der ersten Runde, über Motorsport und Fairness in der zweiten, bis zur Auslöschung der Hälfte der Menschheit in der dritten. Der größte Erkenntnisgewinn war hierbei, dass Prokrastination vor dem Fernseher doch in Debatten sehr nützlich sein kann (falls man zufällig bei Formula E hängen bleibt). Ich werde in der Klausurenphase diese These noch weiter untersuchen.

Sven hadert mit der Formel E, Samuel hofft auf Input von den Gegnern aus Münster. Nur Marius erkennt die Gelegenheit für Need-for-Speed-Speed-Sprachbilder.

 

Die Breakverkündung war dieses Jahr zwar erstaunlich früh („Sobald alle fertig Abend gegessen haben“ statt „Wenn die Chefjuroren mal da sind und genug Getränke gekauft wurden und es beinahe schon Morgen ist“), dafür aber mit gleich zwei Korrekturen, die für ein ständiges Auf und Ab der Gefühle bei den freien Rednern sorgten.

Für den Streitkulturcup ebenfalls ungewöhlich: es gab ein Halbfinale. Nicht ungewöhnlich war jedoch die hohe Tübinger Beteiligung: eine Tübinger Regierung (Sven, Marius, Samu), eine Tübingen/Stuttgarter Opposition (Jan, Konrad und Lina aus Stuttgart), sowie freie Redner – ebenfalls alle aus der SK – (Lennart, Sarah, Thore) lieferten sich in Halbfinale 1 ein krasses Battle (vermutlich). Drei gebreakte Juroren (Justus, Titian, Bea) harrten hingegen einsam in Halbfinale 2 aus. Die Erkenntnis beider Räume: Auch vermeintliche Einsteigerthemen wie Volksabstimmungen können erfahrene Debattierer im müde-nervösen Zustand vor Herausforderungen stellen.

Der SK-Cup- nur stilecht mit Glocke und Hammer. Justus und Bea im Halbfinale 2 zwischen Münster und Heidelberg.

Das Finale fand wieder einmal in der Alten Anatomie statt: und auch hier… alles wie sonst immer.
Genauso wie letztes Mal gewann Jan den SK Cup (diesmal aber mit einem anderen Team), Altdebattierer tummelten sich auf den Rednerbänken und im Publikum, Redner machen Meta-Bemerkungen und ich twitterte und zeigte stolz Altpräsident Lennart meine Tweets.

2018…

…und 2019

 

 

Außerdem: Sven versuchte in seiner Rede sinnvolles Zeug unterzubringen, was dem Publikum nicht ganz so zusagte wie Marius Statistik-Meta-Rede, die – wenig überraschend – wiederum nicht so überzeugend war wie niedliche Bärenbabys im Kampf um den Publikumspreis, den schlussendlich Christoph aus Münster erhielt. So blieben die noch stolz auf das letzte Jahr datierten Pokale und selbstgezogenen Topfpflanzen zur Hälfte in Tübingen und fuhren zur anderen Hälfte nach Stuttgart und Münster.

Chiara überreicht Lina den Finalpreis. Im Hintergrund die Chefjuroren Sabrina und Peter.