Jan und Sven werden auf dem Sommerturnier in Bayreuth Top of the Tab. Das Finale und der Turniersieg geht allerdings im 3:1-Split an Jakobus und Kathrin.

 

Das Sommerturnier in Bayreuth war nicht nur ein enorm spaßiges und schönes Turnier- es schrieb auch viele Geschichten. Ein paar davon sind hier lose gesammelt:

  • Die dramatische Rahmenstory:
    *Trommelwirbel* *dramatische Filmmusik im Hintergrund* Für die Streitkultur ging es mal wieder ums Ganze, also Ruhm und Ehre und so. Genauer gesagt darum, sich in der Deutschen Debattierliga entscheidend abzusetzen, um auch bei der vereinshüttebedingten Abwesenheit beim Saisonabschluss in Greifswald nicht mehr von Berlin eingeholt werden zu können. Viel Last also auf den Schultern unserer Redner.
  • Die große Streitfrage:
    „OPD oder BPS?“, fragte Bayreuth vor ihrem Turnier. Und brach damit mal wieder den alten Formatkrieg vom Zaun. Trotz großer Lobbyarbeit der Streitkultur (und gerüchteweise auch wegen einigen vereinsinternen Abweichlern), gewann BPS mit genau einer Stimme Vorsprung. Grund genug für unseren Club, fast mit kompletter Abwesenheit zu antworten ;) – nur Jan und Sven traten als „SK Pallas Athene“ die Reise nach Bayern an.
  • Die Heimkehr:
    Der dritte im Streitkultur-Bund war Samuel. Er trat nicht nur seinen dritten Chefjury-Posten an, sondern kehrte auch in seine Bayreuther-Clubheimat zurück. Im Gepäck mit langen Factsheets, aber auch mit schönen Themen zur Arbeitslosenhilfe, Flüchtlingskrise und Europapolitik.

Dieser Moment, wenn du die einzige Person bist, die das Thema kennt.

  • Der Samstags-Flow:
    Jan und Sven (ich weiß, es ist komisch, die ganze Zeit von sich in der dritten Person zu schreiben) hatten in den Vorrunden nicht nur enorm viel Spaß, sondern kamen auch ins Rollen: „3/3“, „6/6“, „9/9“, „12/12“ telegrafierte Jan die Ergebnisse in die Heimat zurück. Machte unterm Strich vier gewonnene Vorrungen in Folge und am Ende eine Platzierung ganz oben in der Einzelredner- und Teamtabelle.

Ein funktionierendes Team- Sven…

…und Jan setzen zu ihren Reden an.

  • Der Sonntag und das kairós-Problem:
    Mit dem Begriff des kairós bezeichneten die antiken Redemeister den richtigen Zeitpunkt, das „window of opportunity“. Und aus dieser Perspektive fehlte der Streitkultur an diesem Wochenende das Gespühr für den richtigen kairós: Dreimal hatten Jan und Sven in den Vorrunden gegen Kathrin und Jakobus (Berlin/Heidelberg) gewonnen- das entscheidende vierte Mal verloren sie aber. Im Finale hatten sie aus der Eröffnenden Regierung mit Verweis auf die Zukunftsfähigkeit der EU für eine Abschaffung des Konsensprinzips plädiert; die Juroren aber entschieden im 3:1-Split, den Nationalismus- und Backlash-Argumenten der Eröffnenden Opposition den Vorzug zu geben. Das konnte der Laune unserer drei Turnierfahrer aber auch keinen Abbruch mehr tun, und so ging es entspannt und guter Dinge im Zug zurück ins Nachbarbundesland.

Ist das noch Bayreuth oder schon Havanna? Das Sommerturnier verdiente seinen Namen