Die Streitkultur dominiert den ersten Schlosscup in Hohenheim- mit 4 Halbfinal- und 2 Finalteams, sowie dem Turniersieg durch Konrad und Sven.

 

Tübingen und Hohenheim sind für den außenstehenden Beobachter schwer auseinander zu halten. Sie teilen sich sogar ein Studienwerk. Eine gewisse Art der Verflechtung gab es auch auf dem Hohenheimer Schlosscup 2018 – das Turnier wurde von den aus dem nahegelegenen Tübingen angereisten Mitgliedern der Streitkultur sehr stark geprägt. In gewisser Weise war es sogar eine mehrfache Prägung.
Am offensichtlichsten geprägt wurde das Turnier durch die Chefjury, die zu einem Drittel aus Tübingern (genauer: Marius) bestand. Verantwortlich für Themen und Setzungen der Räume machten sie einen recht anständigen Job – mit Außnahme des Themas der dritten Vorrunde ;) Eben jenes Thema war extrem regierungslastig – so sehr, dass selbst eine gute Woche später der Autor dieses Textes der Meinung ist, er solle sich an dieser Stelle darüber auslassen. Ansonsten waren allerdings wie erwähnt die Jurierpanels und Themen von guter Qualität.

Gute Laune in den Vorrunden

Die Macht des Zufalls- drei der vier Teams in diesem Raum sahen sich auch im Finale wieder.

Aber nicht nur Wohl- und Missetaten des Tübinger Chefjurors gaben dem Schlosscup einen gewissen Tübinger Charakter. Vor allem lag das an den Tübinger Teams und den Juroren. An „normalen“ Juroren führte die Streitkultur Magdalena, Charlotte und Maria ins Feld; als Streitkultur–Mitglied war Alex ebenfalls vor Ort, allerdings jurierte er für Stuttgart. Eben jener Alex und Maria gelang der Jurorenbreak, allerdings durften sie keines der Halbfinals jurieren. Warum das? Der Grund hierfür ist in einem weiteren Teil Tübinger Prägekraft für das Turnier zu suchen.

Und das wären die Teams. Einerseits war es die schiere Anzahl derer, die für die Streitkultur antraten – sechs Teams mit dementsprechend zwölf Rednerinnen und Rednern. Genauer gesagt waren dies Streitkultur Peter Singer Fanclub (Brian und Finn), Streitkultur Giving ten percent is a moral imperative (Leander und Julian-Samuel), Streitkultur BP ist schon das besser Format (Dominik und Jan) [der Einfluss von Marius auf die Teamnamenwahl ist nicht zu übersehen], Streitkultur Sozial-liberales Gesindel (Lennart und Chiara), Streitkultur Der Schöne und das BEAst (Justus und Bea) und Streitkultur Zeus und Hephaistos (Sven und Konrad) [die einzigen, die sich an die Götter-Regel gehalten haben].

Von diesen sechs Teams schafften es außerdem vier in die Halbfinals (in dieser Reihenfolge: Zeus und Hephaistos, BP ist schon das bessere Format, Sozial-liberales Gesindel und mit EINEM Rednerpunkt vor dem nächsten Team Der Schöne und das BEAst). Damit waren im Endeffekt beide Halbfinals zur Hälfte mit Streitkulturlern besetzt – und Alex und Maria durften nicht mehr jurieren.

Delegationsfoto am Sonntag mit dem harten Kern der Halbfinalteilnehmer

Die Streitkultur-Legenden zeigen sich mal wieder der Öffentlichkeit ;)

Aus den Halb-Tübinger Finals schaffte letztendlich die Hälfte der Tübinger den Einzug ins Finale (Streitkultur Zeus und Hephaistos sowie Streitkultur BP ist schon das bessere Format). Dieses Finale, das sich mit dem Schicksal isolierter indigener Völker befasste, konnten am Ende Sven und Konrad für sich entscheiden. Jan und Dominik landeten in diesem Finale leider auf dem vierten Platz.

Überraschung? Freude? Vermutlich beides: Sven und Konrad nach dem Turniersieg.

Nichtsdestotrotz war es ein sehr schönes Turnier, das der Streitkulur von Anfang bis Ende Spaß und Erfolg bescherte; Ein Turnier, nach dem die Streitkultur die Frage. „Haben wir genug Prägekraft“ mit einem deutlichen „Ja!“ benatworten darf.