So sieht ein entspanntes Turnier aus: Auf den Mannheimer Schlossdebatten erwarteten die Tübinger Delegation ein Schloss, schönes Wetter und nur drei Vorrunden am Samstag mit dem Finale am Sonntag. Es breaken Samu, Marius, Justus und Bea als Juroren und Franzi ist 10. im Rednertab.

 

Letztes Wochenende fanden zum zweiten Mal die Schlossdebatten in Mannheim statt. Und wieder schafft es die Streitkultur die größte Delegation zu stellen: wir entsandten 1,5 Teams, Bellerophon mit Franzi, Chiara und Finn und Anthea und Brian wurden an Karlsruhe ausgeliehen und traten dort als Karlskultur Quadraticus an. Zudem waren fünf Juroren am Start: Samu (manchmal Gweke), der chefjurierte, Marius (manchmal Samu, aber vielleicht auch Justus), Justus (vielleicht Marius, vielleicht auch jemand ganz anderes, aber wahrscheinlich wollte er sich nur noch mehr Namensschilder malen) und Maria und Bea, die beide gleichzeitig sehr cool, aber auch sehr individuell sind und deshalb nicht verwechselt werden.

Zur Abwechlung hat dieses Delegationsfoto sogar einen schönen Hintergrund.

Samstag morgen machte sich also ein Großteil der Tübinger Delegation auf nach Mannheim. Sie mussten zwar früh aufstehen (zu einer Zeit, zu der Bea nicht mal schlafen gegangen war), aber das war immer noch besser, als Freitags den halben Tag durch dreiviertel Deutschland zu fahren. Überraschenderweise war dann Mannheim doch nicht so hässlich wie prophezeit, was aber vielleicht daran lag, dass wir nicht viel von der Stadt gesehen haben, außer das Schloss, in dem das Turnier stattfand.

Abgesehen von der Location war auch das Wetter schön und nach der thematisch anstrengenden ersten Runde (es ging um Armut, Frauen und Entwicklungsländer, also Dinge, die den durchschnittlichen männlichen Debattanten überfordern) konnte man sich draußen auf die Wiese setzen, Pizza essen und sich von der Sonne das schlechte Gewissen über das eigene Privileg weglasern lassen (das Turnier war OPD, Sprachbilder jeder Qualität sind erlaubt/erwünscht). Wenn man Lust hatte, konnte man außerdem einen Hügel hinunterrollen und Marius so beweisen, dass der menschliche Körper doch zu solchen Dingen fähig ist.

Eine Frage, die man sich auf diesem Turnier stellte. Und eine Frage, die zur kritischen Selbstreflexion einlädt.

Wer angenommen hatte, dass bei einem entspannten Drei-Vorrunden-an-einem-Tag-Turnier wie in Mannheim auch die Themen entspannt waren und auch nach der ersten Runde diese Hoffnung nicht aufgeben wollte, wurde spätestens in der zweiten eines besseren belehrt: es ging um die Frage, ob sich der Westen für die Gründung eines kurdischen Staates einsetzen sollte. Ein Großteil der Verzweiflung über dieses Thema verschwand jedoch sofort danach in der Pause, als es Waffeln, Kuchen und sogar Crêpes (ich hoffe, eines Tages wird das Standard auf Turnieren) gab.

Ich bin mir fast sicher, die Chefjury hatte in der dritten Runde eine ernsthafte Debatte über Wilderei und Tierwohl erwartet, als sie das Thema „Sollte der Verkauf von Horn aus Nashornfarmen in Afrika legalisiert werden?“stellten. Was sie stattdessen bekamen, war eine Herde Hornwitze und Menschen, die sich über den Klang des Wortes Nashornhorn freuten.

Den Abend verbrachten wir zum größten Teil auf der Wiese vor dem Schloss, aßen und taten etwas, was auf Socials, die drinnen stattfinden und auf denen es laute Musik gibt, normalerweise nicht so gut möglich ist: wir führten Gespräche.

Das wohl berichtenswerteste in Mannheim ist allerdings, dass der Break verkündet wurde, bevor es überhaupt Abendessen gab (und, dass der Kartoffelsalat irgendwann im Laufe des Tages aus dem Treppenhaus gestohlen worden war). Jedenfalls wurde Franzi die zehntbeste Rednerin im Tab, außerdem breakten Justus, Marius, Samu und Bea als Juroren. Sie jurierten/präsentierten am nächsten Tag das Finale, bevor die Delegation (ich möchte nochmal anmerken, es war die größte und deshalb bestimmt auch die coolste) die Heimreise antrat.

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