Zu den vielen Herausforderungen der Debattierszene während Corona zählte auch: Wie überträgt man das Format der „Offenen Parlamentarischen Debatte“ in die Online-Sphäre? Obwohl dieses ja gerade von mitreißenden Präsenz-Reden zu leben scheint? Die Regelkommission versuchte sich auf der Achten Minute in mehreren Beiträgen an einer Antwort.


Teil I: „Große Reden in kleinen Zoom-Räumen“

Das Problem:

Die steigenden Corona-Infektionszahlen lassen es auf absehbare Zeit schwierig bis unmöglich erscheinen, OPD-Debatten in Präsenz auszurichten.

Gleichzeitig steht eine Ersti-Phase und eine OPD-Saison an– für Vorstände und Orgas stellt sich so die drängende Frage, ob und wie man das Format in die Online-Sphäre transferieren könnte.

Die grundsätzliche Antwort:

OPD bewertet keine Handlungen, sondern Wirkungen. Bedeutet: Es gibt keine „Checkliste“ pauschal guter oder schlechter Handlungen (z.B. Hände in den Hosentaschen = schlecht, laute Stimme = gut), sondern es stellt sich immer die Frage: Wie hat die Handlung in der spezifischen Situation gewirkt– also bei dieser Rednerin, zu diesem Debattenthema, diesem Zeitpunkt, in diesem Debattenraum, diesem Kontext, bei diesem (politisch neutralem) Juror usw.?

FAZIT: So gesehen stellt eine Online-Debatte ebenfalls eine spezifische Situation bzw. ein spezifisches Setting dar. Wir erkennen an, dass dieses Setting (a) ungewohnt und (b) besonders herausfordernd ist. Wir glauben aber: Es ist meisterbar und die (OPD-)Kunst besteht gerade darin, in diesem Setting situationsangemessene Reden zu halten.

Die Kategorien:

Wie oben festgestellt, können wir als Regelkommission nicht sagen, welche Handlungen online richtig oder falsch ist. Was wir höchstens sagen können: Wie ändern sich wohl die Wahrnehmungen in den einzelnen Kategorien durch das Online-Setting? (voraussichtlich ändert sich alles ein bisschen, aber grob betrachtet):

  • Sprachkraft: [Keine Änderung der Sprache (Wortwahl, Stilebene usw.)] Die Stimme wird durch die Technik etwas verzerrt (siehe Abschnitt: Technik), aber bleibt in ihren wesentlichen Qualitäten (Pausensetzung, Tempo, Höhe, Volumen/Lautstärke, Artikulation, Intonation) erhalten und somit bewertbar.
  • Auftreten: Hier gibt es zwei Faustregeln:
    • 1) Wenn einzelne Teile der Körpersprache wegfallen, fallen die anderen wahrscheinlich proportional stärker ins Gewicht. Das gilt in einer Finalrede, wo man den Stand (hinter dem Pult) und die Mimik (wegen der Entfernung) kaum beurteilen kann und dadurch die Gestik mehr den Ausschlag gibt. Das gilt ebenfalls für Online-Reden, wo ich Personen womöglich nur zur Hüfte aufwärts oder gar nur ihr Gesicht sehe.
    • 2) Gleichzeitig stellt sich für Jurierende die Frage: Vermisse ich in dem Setting etwas? Wirkt die Positionierung der Redenden natürlich? Genauso, wie ich mich auch bei Präsenz-Reden fragen muss, wohin im Raum ich mich stelle. Wenn jemand mit der Webcam nur seine Augenpartie filmt, werde ich als Juror wahrscheinlich nicht ausschließlich diese Augen bewerten, sondern negativ bekunden, dass ich die restliche Körpersprache nicht sehen konnte. Einzelne Jurierende werden zufrieden sein, wenn sie nur das Gesicht eines Redners sehen, anderen werden dabei die Gestik vermissen. Es ist anzunehmen, dass infolgedessen die Wahrnehmung der Auftreten-Kategorie stärker differiert– gleichzeitig haben wir uns aber durch Zoom-Meetings an viele „natürliche“ Positionierungen gewöhnt.
  • Kontaktfähigkeit: [Keine Änderung der inhaltlichen Kontaktfähigkeit (Anbindung an Debatte, Umgang mit Zwischenfragen)] Emotionale Kontaktfähigkeit wirkt erst einmal schwieriger als in einer Präsenz-Rede, wo ich einzelne Personen direkt Auge in Auge adressieren kann. Womöglich schauen mehr Menschen nicht direkt in ihre Webcam. Wir glauben aber, dass genug Strategien verbleiben, Kontaktfähigkeit herzustellen (direkte Ansprache, Einbindung der Lebensrealität usw.)
  • Sachverstand: [Keine Änderung]
  • Urteilskraft: [Keine Änderung]
  • Strategie: [Keine Änderung]
  • Interaktion:
    • [Zwischenreden ändern sich nicht]
    • Zwischenfragen würden wir sowohl über den Chat als auch mit gehobener Hand ankündigen. Wahrscheinlich „stehlen“ Zwischenfragen minimal mehr Zeit (Mikro an- und ausschalten), aber wir halten dieses Problem nicht für signifikant, außerdem betrifft es alle Redenden ähnlich stark.
    • Bezüglich Zwischenrufen haben wir uns nach langer Diskussion entschlossen, sie online nicht zu werten (auch wenn man sie gerne in den Chat schreiben darf)– und stattdessen die Zwischenfrage-Note zu übertragen. Der Grund: Verbale Zwischenrufe sind online aufgrund von Mikro-Konflikten viel störender. Im Chat wiederum kann man Zwischenrufe anders als in Präsenz beliebig oft anwenden, ohne zu stören. Das macht es enorm schwer, vernünftig mit ihnen zu interagieren.
  • Überzeugungskraft: [Keine Änderung]

Schließlich noch die Gewichtung der Kategorien: Fallen Argumente online mehr ins Gewicht? Wir sind mehrheitlich zu dem Schluss gekommen: Nein. Wahrscheinlich werde ich auch online die redende Person auf meinem Bildschirm beobachten– und mich davon beeinflussen lassen. Außerdem nimmt das OPD-Format mit der Gewichtung der Kategorien eine wohl-austarierte Idealisierung vor– in der Nicht-Debattier-Realität spielt das Inhaltliche womöglich (leider) eine weit untergeordnete Rolle.

Die Technik:

  • Wie fließen äußere Faktoren (Mikrofon, Webcam, Raum) in die Bewertung ein?
    Zunächst einmal ist klar: Technik gibt keine direkten Zusatzpunkte. Also keine Boni für süße Katzen oder das intellektuelle Bücherregal im Hintergrund. Das alles hat zwar genauso wie „Aussehen“ oder „politische Voreinstellung“ eine rhetorische Wirkung, diese ist aber in OPD nicht in der Bewertung erwünscht.
    Gleichzeitig erkennen wir an, dass viele Technik-Faktoren die Wahrnehmung der linken Kategorien legitim beeinflussen können. Eine Person redet im Schatten? Dann kann ich ihr Auftreten wahrscheinlich nicht stark positiv wahrnehmen. Ein Mikro lässt die Stimme undeutlich erscheinen? Dann wirkt die Stimme so auf mich, als ob sie tatsächlich undeutlich wäre. 
    Wir erkennen an, dass das unterschiedlich gute Voraussetzungen bedeutet. Wir glauben aber: Erstens sind eine vernünftige Webcam und ein vernünftiges Mikrofon heutzutage nicht mehr unerschwinglich– zumindest ist die ökonomische Schere nicht höher als bei Präsenz-Turnieren, die mit Anreise schnell einen dreistelligen Betrag kosten. Auch eine vernünftige Positionierung von Lichtquellen etc. ist kein Hexenwerk. Und zudem gibt es keine Möglichkeit, diesen Einfluss auszublenden– ich kann schwer prognostizierende Ausgleichs-Boni für Menschen mit schlechtem Kamerabild geben.
  • Welche Software soll man nutzen?
    Das ist natürlich nicht unsere Aufgabe als Regelkommission, euch hier etwas vorzuschreiben. Wir würden euch nur raten, eine Software mit HD-Übertragungsqualität zu wählen, damit sich die visuellen und auditiven Aspekte der Rede gut bewerten lassen.
  • Wie soll man mit Verbindungsabbrüchen umgehen?          
    Das ist ebenfalls eine Frage der Orga/Chefjurierenden. Wir würden aber folgendes Prozedere vorschlagen: 
    • Wer vor der Debatte weiß, dass das Internet schlecht wird, kann sich selbstredend durch Springer vertreten lassen. Wie immer gilt dabei nur: Wechsel der Team-Zusammensetzung sperrt dieses Team vom Break.
    • Jede Rednerin bzw. jeder Redner erhält ein Zeitkontingent von einer Minute, um sich wieder zu verbinden, ohne dass das auf die Zeitnahme der Rede angerechnet würde.
    • Ist diese eine Minute verbraucht, wird die Redezeit normal gestoppt. Wer man sich danach wieder verbindet, kann man weiter die Rede halten– nur halt mit entsprechend weniger Zeit.
    • Fällt eine Rede aufgrund von Verbindungsproblemen aus, kriegt sie auch keine Punkte. Ironman-Regelungen sähen wir hier tendenziell kritisch, weil sie einen taktischen Einsatz von angeblichen „Disconnects“ erlauben würden.
    • Die Folgerede beginnt frühesten nach sechs Minuten der der ausgefallenen Rede. So wird niemand dadurch überrumpelt, dass sein/ihr Einsatz aufgrund einer ausgefallenen Rede spontan vorgezogen wird.

ZUSAMMENFASSUNG
Die wichtigsten Anmerkungen zu OPD-online

  • Maßstab an alle Reden sollte wie üblich sein: Wie ist ihre Wirkung in dem spezifischen (Online-)Setting?
  • Im Auftreten sollte man zunächst das bewerten, was man beobachten kann. Gleichzeitig sollte man sich fragen, ob man – gemessen am Online-Setting — Mittel der Körpersprache durch die Positionierung der Redenden vermisst.
  • Zwischenrufe darf man im Chat stellen, sie werden aber nicht bewertet. Stattdessen werden die Zwischenfrage-Punkte übertragen. Zwischenfragen werden im Chat gestellt und per Handzeichen angekündigt.
  • Technik gibt keine Punkte, sie kann aber die Wahrnehmung der linken Kategorien beeinflussen.
  • Für Disconnects gibt es ein einminütiges Zeitkontingent. Ansonsten wird die Redezeit normal gestoppt.

Teil II: Nachträge

Vor ein paar Wochen war der Anfang gemacht: Durch die nimmermüden Potsdamer haben wir den Einstieg in die Online-OPD-Turnierwelt getan. Ein Dank gilt an dieser Stelle besonders allen Jurorinnen und Juroren, die sich auf diese Pionieraufgabe eingelassen haben.

Wir haben nach dem Turnier noch einmal mit ein paar Beteiligten gesprochen und Feedback eingeholt. Dabei haben wir eine Weile überlegt, ob wir noch ein zweites MiFi schreiben möchten: Denn erstens ergaben die Rückmeldungen, dass es größtenteils glatt lief (häufigste Antwort: „Online OPD ging eigentlich besser als erwartet.“); zweitens wollen wir nicht überall hineinreden. 

Gleichzeitig gab es an uns aber auch die Bitte, noch ein paar Dinge klarzustellen. Und außerdem möchten wir dabei helfen, dass in allen Clubs – auch gerade in der Ersti-Phase – gutes Online-Feedback gegeben werden kann.

Deswegen ein paar Nachträge zum ersten Artikel:

(1) Zur Bewertung von Auftreten

Bereits im ersten Artikel hatten wir ein zweischrittiges Vorgehen empfohlen:

  1. Beobachtet, was ihr seht!
    (Bsp.: Wenn ihr nur das Gesicht seht, wird die Mimik wohl einen größeren Ausschlag für eure Wertung geben, als wenn man die ganze Person sieht)
  2. Überlegt, ob euch durch die Positionierung etwas fehlt
    (Bsp.: Wenn ihr nur die Haare des Redners seht, werdet ihr wahrscheinlich nicht diese Haare bewerten, sondern in eurer Bewertung zum Ausdruck bringen, dass euch durch die Kameraeinstellung etwas in der authentischen Wahrnehmung der Rede fehlte)

Außerdem stellten wir fest, dass Technik zwar keine Punkte gibt, aber die Wahrnehmung der linken Kategorien – also auch das Auftreten – beeinflussen kann.
(Bsp.: Wenn jemand im Schatten redet, kann man die Gestik und Mimik wahrscheinlich nicht so positiv wahrnehmen, als wenn diese klar und gut zu sehen sind.)

Es ergaben sich aber noch ein paar Unklarheiten, die wir hier nochmal ansprechen möchten.

Erstens: Wie geht man mit fehlender Gestik um?

Wenn ihr selber den Eindruck habt, dass euch die Gestik in dieser Rede fehlt bzw. dass ihr sie vermisst, könnt ihr das negativ in der Wertung zum Ausdruck bringen. Selbst dann sollte eure Punktzahl aber normalerweise nie auf 0 gehen, weil das Auftreten von so vielen anderen Faktoren positiv beeinflusst werden kann (siehe unten).

Wenn ihr das Fehlen der Gestik hingegen gar nicht negativ wahrnehmt und nur das Gefühl habt, Punkte abziehen zu müssen „weil die anderen sagen, Gestik muss sein“: Dann wäre das nicht richtig, weil ihr von eurer eigenen Wahrnehmung ausgehen sollt.

Zweitens: Was kann man im (Online-)Auftreten alles bewerten?

Die folgende Liste soll euch mal die – immer noch nicht vollständige – Bandbreite aufzeigen. Und demonstrieren, was man alles beobachten kann (selbst wenn man nur das Gesicht sieht).
WICHTIG: Bewertet nur das, was ihr selber positiv / negativ wahrnehmt. Die hier aufgezählten Dinge sind nicht als solche gut oder schlecht!

  • Blick: Blickrichtung und -intensität (=Weitung der Pupillen/“glasiger Blick“). Fühle ich mich angeschaut (bei Zoom reicht für mich vielleicht auch, wenn die Person nur halbwegs in Richtung Webcam blickt)? Oder geht der Blick auf die Notizen / in die Leere / an die Decke? Wie wirkt das auf mich?
  • Kopfausrichtung: Frontal zur Webcam oder zur Seite oder geneigt? Auf gerader Ebene zur Wirbelsäule oder überdehnt („hochnäsig“/“von oben herab“) oder mit dem Kinn weit unten? Wie wirkte das auf mich?
  • Mimik: Spiegeln sich die Emotionen der Rede im Gesicht wider? Wirkt der Gesichtsausdruck aufgeschlossen, freundlich, ernst… – oder war das Gesicht sehr starr? Wie wirkte das auf mich bzw. steckten mich diese Emotionen an?
  • Gestik: Wie ist die Position der Arme– auf welcher Höhe spielt die Gestik und wie nah am Körper ist sie (eng angelegt oder raumgreifend)? Wie ist die Haltung der Hand bzw. der Finger (eingeklapptes Handgelenk, schlaff oder angespannt, rund oder flach, Handflächen nach vorne, oben, unten oder hinten, Ballung der Faust…)? Visualisiert die Gestik das Gesagte? Ist sie synchronisiert mit den Betonungen im Satz? Ist sie repetitiv? Gibt es eine Ruheposition– und wenn ja, wie sieht diese aus und wie häufig wird sie eingenommen? Wie wirkt all das auf mich?
  • Haltung und Positionierung: Wie ist die Ausrichtung zur Kamera (frontal oder seitlich; „bottom-up“, „auf Augenhöhe“ oder „bottom-down)“? Sitzt die Person oder steht sie? Beim Stand: Wie stehen die Füße auf dem Boden, wie weit sind die Beine auseinander, sind die Knie durchgedrückt oder locker? Ansonsten: Ist die Wirbelsäule und sind die Schultern aufrecht oder hat der Körper eine zusammengesunkene Haltung? Bewegt sich die Person (Bewegung im Oberkörper; Laufen im Raum)? Wenn ja: gezielt oder nicht gezielt? Wie wirkt das auf mich?

(2) Zu fehlenden Kameras

Unter dem letzten Artikel gab es ja Diskussion darüber, ob bzw. wie man Reden ohne Webcam bewerten sollte.

Zur Klarstellung: Generell würden wir sagen, dass Webcams in Online-Debatten obligatorisch sein sollten. Nicht zur Schikane, sondern einfach, weil sich Reden mit oder ohne Kamera nicht sinnvoll und fair vergleichen lassen.

Entsprechend wäre eine Rede ohne Kamera in Auftreten leider mit 0 Punkten zu bewerten. (Wenn sie nur für eine kürzere Zeitspanne ausfällt, natürlich nicht zwingend– siehe Punkt 4).

Sollten Orgas und Chefjurierende aber ausdrücklich ein „gemischtes“ Turnier zulassen wollen, müsste man eine halbwegs faire Bewertungsgrundlage finden. Hier macht es wahrscheinlich am meisten Sinn, die durchschnittliche Punktzahl der übrigen Kategorien in das Auftreten zu übertragen.

(3) Zur Sichtbarkeit der Kameras

Eine Empfehlung an Jurierende: Sorgt dafür, dass ihr die Redenden groß genug seht, um Auftreten (und z.T. Kontaktfähigkeit) sinnvoll bewerten zu können!

  • Wenn ihr mit dem digitalen Jurierbogen arbeitet, den Jan-Gunther netterweise erstellt hat, dann lasst Zoom auf eurem Bildschirm trotzdem weiterhin viel Raum.
  • Stellt während der Debatte auf die Sprecher- statt die Galerieansicht.

(4) Zu partiellen Disconnects

Zur Erinnerung: Unsere Empfehlung war ein Zeitkontingent von einer Minute (vielleicht auch zwei Minuten) für Reconnects, ansonsten wird die Redezeit normal gestoppt.

Wir wurden aber gefragt, wie wir mit der Grauzone einer instabilen Verbindung umgehen würden.

Zunächst einmal obliegt es der Hoheit des Hauptjurors oder der Hauptjurorin, zu entscheiden, ob eine Rede unhörbar / zu schwer verständlich ist. Genauso können die Redenden selbst beschließen, dass sie bei einer instabilen Verbindung ihr Zeitkontingent anzapfen, um einen neuen Connect zu probieren.

Gab es hingegen kleinere Störungen (Mikrofon war mal kratziger, Webcam war teilweise aus), wird das eher die Bewertung der linken Kategorien beeinflussen. Störungen für wenige Sekunden werden dabei wahrscheinlich selten Unterschiede in den Punkten machen, da sie die Überzeugung kaum beeinflussen. Dauern die Passagen hingegen länger an, kann das schon zu schlechteren Punkten führen.

(5) Zur Zeitnahme

Zuletzt gab auch Rückfragen zur Zeitnahme.

Wir wollen da als Kommission natürlich keine Regel für festlegen. Sehr geeignet sind sicherlich Stoppuhren/Debate-Keeper vor der Webcam; sonst sollten Stoppsignale wahrscheinlich eher visuell (Klatschen/Chat) als auditiv (Klopfen) gegeben werden, weil die Audio-Regulation von Zoom hier nicht mitspielt.

Ein speziellerer Fall ist die Rolle von Delays: Tatsächlich kann es sein, dass beim berüchtigten Runterzählen ab 7:10min (das Regelwerk verlangt nur, die „Glocke zu heben“) die Deadline minimal verzögert bei den Redenden ankommt.

Wir würden sagen: Die Entscheidung über Abzüge liegt im Ermessen der Jury. Den möglichen Delay müssen die Redenden sinnvoll berücksichtigen.