Mit dem neuen Semester standen auch die Ersti-Abende an. Nachdem im letzten Jahr die Vorstandsperspektive eingenommen wurde, schaut diesmal Constanze aus der Teilnehmersicht auf ihre ersten Debatten zurück.

Zu Beginn des Wintersemesters fanden die schon zur Tradition gewordenen Einsteigerabende statt. Drei Wochen überließen die erfahrenen Debattanten den zahlreichen Debattierneulingen die Bühne. Durch die Werbung der Streitkulturler neugierig geworden, von anderen Debattanten eingeladen oder gezielt auf der Suche nach einem Debattierverein in Tübingen – so vielfältig wie die Gründe für das Erscheinen der Einsteiger waren auch die Gefühle, mit denen viele von uns an ihre erste Rede herangingen.
Nach einer kurzen Einführung in den Ablauf einer Debatte wurden die Gruppen zugelost und spätestens zu diesem Zeitpunkt war klar: Nur zuschauen? Ernsthaft? Rede doch einfach mal mit und probier dich selbst vorne aus!

Dafür gab es am ersten Abend das leicht zugängliche Thema der Drogenlegalisierung und eine gute Betreuung in der Vorbereitungszeit durch teils langjährige Streitkulturler, sodass die Worte während der ersten eigenen Rede wie von selbst kamen und die Argumente präsentierten. Nach dem Feedback, bei dem wir für den Anfang gut umsetzbare, aber wirkungsvolle Ratschläge mit auf den Weg bekamen, ging es dann in den Bierkeller. Und während das erste Bier floss, flossen wieder die Worte – dieses Mal allerdings nicht über die Legalisierung von Drogen, sondern über die verschiedenen Studiengänge, Freizeitaktivitäten oder andere Interessen. Am Ende des Abends war vielen klar, dass es definitiv nicht das letzte Mal gewesen sein würde, dass sie debattiert hatten.

In den folgenden zwei Wochen saß dann eine bunte Mischung aus absoluten Einsteigern und nun nicht mehr ganz blutigen Anfängern in den Hörsälen, um sich Debatten zur Begrenzung der Legislaturperioden auf eine Amtszeit und zum Verbleib der SPD in der großen Koalition zu liefern. Trotz oder vielleicht auch gerade aufgrund des gesteigerten Anspruchs der gestellten Themen kam es zu interessanten Debatten, die sich lebhaft entwickelten und die Begeisterung für das Debattieren entweder entfachten oder noch weiter verstärkten. Somit scheint auch dieses Jahr wieder der Debattiernachwuchs gesichert zu sein.