Der zweite Tübinger Frischlingscup – wieder ein Erfolg

Am Samstag, dem 10. Mai 2014, hieß es endlich wieder “Herzlich Willkommen zum Frischlingscup in Tübingen!” Nach der Premiere 2013, lud die Streitkultur e. V. auch dieses Jahr wieder Debattierclubs aus dem gesamten deutschsprachigen Raum zum gemeinsamen Wettstreit ihrer “Frischlinge” ein.

Der Frischlingscup zählt zu den Turnieren, die ausschließlich Anfängern vorenthalten sind, damit diese im deutschsprachigen Debattierdschungel nicht bereits zu Beginn ihrer rhetorischen Karriere von erfahrenen Wölfen gerissen werden. Aus 14 Debattierclubs wurden insgesamt 18 Teams geschickt, die sich im Format der „Offenen Parlamentarischen Debatte“ (OPD) maßen. Tübingen selbst stellte sechs Teams, deren jeweilige Mitglieder seit höchstens einem Jahr im Verein debattierten. Mit 82 Debattanten und einer entsprechenden Anzahl an Juroren gehörte der Frischlingscup bereits zu den größeren Turnieren in Debattierdeutschland.

Nach der Regeleinführung durch die Chefjuroren Willy Witthaut aus Mainz und Konrad Gütschow aus Tübingen konnten sich die Teilnehmer in die ersten Debatten begeben. Das Thema dieser Ersten von drei Vorrunden lautete: “Sollen Noten abgeschafft werden?” und bot damit einen unmittelbaren Bezug zu den Erfahrungen jedes Teilnehmers, der das Bildungssystem zumindest bereits teilweise erfolgreich gemeistert hatte.

In der Zwischenzeit bereiteten fleißige Helfer, die das Orga-Team stellten, bereits die nächste Runde und – was noch wichtiger war – ein leckeres Mittagessen vor, sodass sich die Debattanten nach der ersten Runde bei Ostasiatischen Nudeln und Salat, Obst, sowie Keksen, kräftigen und die Debatten Revue passieren lassen konnten.

Das Thema der zweiten Vorrunde lautete: “Sollen E-Sports als reguläre Sportarten anerkannt werden?” E-Sport konnte sich in den letzten Jahren in immer breiteren Bevölkerungsschichten verbreiten, so dass dieses Thema von seinem ehemaligen Nischendasein inzwischen in die Mitte der Gesellschaft aufrücken konnte. Die nachfolgende Debatte sollte diesem kulturellen Wandel gerecht werden und dem Kulturgut Computerspiel ein Statusupdate verpassen. Zum Abschluss der Vorrunden wurde das dann das ernsthafte Thema debattiert: “Soll es den Medien verboten werden, über Terrordrohungen zu berichten?”

 

Nachdem die Ergebnisse aller Runden ausgewertet waren, verkündeten die Chefjuroren den Team-Punktestand, der deutlich zum Ausdruck brachte, dass das Team “Streitkultur Aiolos” aus Tübingen, gefolgt vom Team “Freiburg – persönlich ja mein Favorit”  das Tab anführten und sich somit für das Finale qualifiziert hatten. Freie Redner, somit diejenigen Debattanten mit den höchsten Einzelrednerpunkten, waren Marco Bitschnau („The Soapbox“, Friedrichshafen), Marie Gräf („Streitkultur Nike“, Tübingen) und Florian Lehmann („Mainz Anton“, Mainz), die sich ebenfalls für das Finale qualifizieren konnten. Für Marco und Marie, die leider nicht am Finale teilnehmen konnten, rückten Sabine Wilke („Streitkultur Eros“, Tübingen) und Nina Bieber („Heidelberg Betreutes Trinken“, Heidelberg) nach.

Die Streitfrage des Finales lautete “Sollten Kindergärten aktiv Geschlechterrollen bekämpfen?” Bei der nun folgenden verbalen Auseinandersetzung boten die Finalisten dem Publikum einen spannenden Schlagabtausch, aus dem letzten Endes “Freiburg – persönlich ja mein Favorit” ihrem Namen alle Ehre machend, hervorgingen. Der Freiburger Lukas Mengestu erstritt sich zudem den Preis für die beste Finalrede.

 

Als toller Abschluss des Turniers fand eine große Grill-Party statt, die des schlechten Wetters wegen leider teilweise nach innen verlegt werden musst, was jedoch die gute Laune aller Teilnehmer nicht im Geringsten trübte.

 

Für den überragenden Erfolg dieses Turniers bedankt sich die Streitkultur e. V. ganz herzlich bei den zahlreichen erschienenen Debattanten, den Helferinnen und Helfer, sowie bei den Stadtwerken Tübingen (SWT), die die Veranstaltung großzügig unterstützt haben.

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