Finale in der Alten Aula

Am 8. Dezember standen wieder einmal die Baden-Württembergische Meisterschaft im altehrwürdigen Heidelberg an. Die Streitkultur Tübingen trat mit dem Team Streitkultur Cerberos an, bestehend aus Mareike, Anna und Jonas, während unterstützt von Anne als Jurorin. Nach einer entspannten Hinfahrt, der wohl ersten pünktlichen Ankunft von Streitkultur bei einem Turnier überhaupt und mehreren Kaffee, startete die erste Vorrunde zu dem Thema: „Leber und Milz gibt’s nur ohne Pils – Sollen Menschen, die ein gesundes Leben gelebt haben, bei der Vergabe von Organen bevorzugt werden?“ Das Los der freien Redner fiel uns glücklicherweise in der ersten Runde zu, so konnten unsere Neulinge erstmal entspannt die Turnierluft schnuppern. So gab es Anträge, die den Wert des gesunden Menschen an sich hervorhoben, die Frage, ob ein Raucher auch eine Leber bekommt und die weise Einsicht, dass wir doch irgendwie alle ungesund leben. Allerdings zog das Tempo in der nächsten Vorrunde schnell an: „Völker, hört die Signale! – Sollen wir die unternehmerische Mitbestimmung in ganz Europa etablieren?“ war der poetische Titel der zweiten Debatte. Hier sollte ein Factsheet für Klarheit sorgen- wohlgemerkt sollte. Allerdings fiel Cerberos die Seite der Regierung z

u. Es wurde versucht, die Probleme in Europa durch eine betriebliche Mitbestimmung zu lösen. Die Opposition, eines der späteren Finalteams, widerlegte allerdings diese Überlegung und so wurde am Ende eher debattiert, ob Arbeitnehmer nicht eh alle korrupt sind oder werden, wenn ihnen Macht zukommt. Mit dieser Niederlage waren die Aussichten auf den Break minimal. Umso mehr Spaß machte dann die letzte Debatte zu dem Thema: „Jedem Tierchen sein Plaisierchen… auch Plaisierchen mit Tierchen? – Sollen in öffentlich-rechtlichen Fernsehsendungen alle sexuellen Spielarten anteilig gleich vertreten sein?“ Der Antrag der Regierung sah vor, Aufklärungsvideos für Jugendliche am Nachmittag und pornographisches Material ab 24 Uhr zu senden. So würde der Bildungsauftrag der öffentlich rechtlichen erfüllt werden. Allerdings konnte Streitkultur Cerberos mit fundiertem Fachwissen aufzeigen, wie viel sexuelle Spielarten es gibt und das nicht alle realistisch und jugendfreundlich abgebildet werden können. Die Debatte wurde zur Sexdebatte, Vorschläge wie „Die Mainzelmännchen beim Gangbang“ und „SM in der Lindenstraße“ sorgten für allgemeine Erheiterung. So erlebte Streitkultur Cerberos in dieser Debatte ein letztes Erfolgserlebnis.

Die strahlenden Sieger: Mainz Anton

Im Finale standen sich „Mainz Anton“ und „Wiesfurt“ gegenüber. Das Thema hatte einen mehr oder weniger aktuellen Zusammenhang: „Dr. Seltsam, oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben – Soll die UNO auf Anfrage allen Staaten das Know-how, Atomwaffen zu produzieren, zur Verfügung stellen?“ Mainz erklärte in der Regierung, warum der Iran mit einer legalen Atombombe friedlicher wäre, während die Opposition vor einem thermonuklearen Krieg warnte. Mit einer grandiosen Schlussrede konnte Mainz das Rennen schließlich für sich machen. Die Baden-Württembergische Meisterschaft war wieder einmal ein grandioses Turnier. Vielen Dank an den Debattierclub Heidelberg für die reibungslose Organisation.

Nur das ausgerechnet ein Team aus Rheinland – Pfalz den BaW-Titel mit nach Hause nehmen konnte ist der Streitkultur Ansporn im nächsten Jahr wieder ganz vorne mitzuspielen.

 

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