Die Tübinger Debatte

Bei der 1990 entwickelten Tübinger Debatte handelt es sich um das älteste deutsche Debattierformat. Zwei 2-er-Teams treten gegeneinander an; im Zentrum steht eine Aussprache mit dem Publikum.

Während das OPD-Format auf Wettbewerb und Sport ausgerichtet ist, richtet sich die Tübinger Debatte an öffentliche Diskussionen, die es kultivieren und in geordnete Bahnen leiten möchte.

Regelübersicht

Bei der Tübinger Debatte treten zwei Teams bestehend aus jeweils 2 Rednern gegeneinander an. Das Regierungsteam ist in der jeweiligen Streitfrage „dafür“, das Oppositionsteam ist „dagegen“. Die Debatte leitete ein Präsident.


Zu Beginn wird das Thema im Publikum zu geheimen Abstimmung gegeben.

In einer ersten Phase halten alle vier Redner abwechselnd 3-minütige Eröffnungsplädoyers. Darauf folgt eine 45- bis 60-minütige Aussprache, bei der alle Anwesenden (Redner und Zuhörer aus dem Publikum) in der Reihenfolge ihrer Meldung Statements abgeben dürfen. Die der Redner sind auf jeweils 2 Minuten, die der Publikumsteilnehmer auf eine Minute beschränkt. Zuletzt dürfen noch einmal alle vier Redner 3-minütige Schlussplädoyers halten.

Zum Schluss wird das Thema erneut – diesmal offen – zur Abstimmung gegeben. Der Präsident verkündet die Verschiebungen im Vergleich zur geheimen Abstimmung und erklärt das Team zu dessen Gunsten die Verschiebung ausfiel zum Sieger.

Materialien

Regeln Kurzversion
Regelwerk
Stimmzettel
Nummernzettel