Meilensteine
Seit ihren Gründungen 1991 und 2001 haben sich die seit 2004 unter dem Dach von Streitkultur e.V. vereinigten Debattierclubs Tübinger Debatte und Streitkultur stets der Förderung und Weiterentwicklung des Sportlichen Debattierens und anderer rhetorischen Übungs- und Wettkampfformen verpflichtet gefühlt. Dabei hat der Verein zahlreiche Meilensteine und Innovationen gesetzt, die ihn heute zu einem der größten und erfolgreichsten Debattierclubs Deutschlands machen.
Ältester Debattierclub Deutschlands
Die Tübinger Debatte wurde 1991 von Ansgar Kemmann, zusammen mit Christoph Quarch, Andreas Platthaus und Thomas Schwarz als Format konzipiert und als Debattierclub gleichen Namens ins Leben gerufen. Die Tübinger Debatte ist damit zugleich das älteste deutsche Debattierformat.
Ältestes deutsches Debattierturnier
Seit 1997 wird der Rednerwettstreit der Tübinger Debatte abgehalten und die „Größte Klappe Tübingens“ gekürt. Der Rednerwettstreit ist Dank der großzügigen Förderung des Seminars für Allgemeine Rhetorik gleichzeitig eines der höchstdotierten Debattierturniere in Deutschland.
Erste ZEIT-DEBATTEN
Seit 2001 werden die größten und spannendsten Debattierturniere in Deutschland als ZEIT-DEBATTEN, unterstützt von der Wochenzeitung “DIE ZEIT” ausgetragen. Unter diesem Format finden jährlich etwa ein halbes Dutzend nationaler Turniere sowie die Deutsche Debattiermeisterschaft an Hochschulen statt. Im November 2001 fand das allererste Turnier der ZEIT-DEBATTEN-Serie in Tübingen statt.
Weltrekord: Die längste Sportliche Debatte der Geschichte
2002 debattierten sechs Debattanten von Streitkultur mehr als 34 Stunden lang ununterbrochen die Frage „Brauchen wir eine Bildungsreform?“ Unterstützt wurden sie dabei von zahlreichen Fraktionsfreien Rednern und einem großen Publikum. Im Jahr 2007 wurde dieser Weltrekord um 6 Stunden – wiederum von Streitkultur – überboten: 40 Stunden lang wurde zum Thema “Brauchen wir mehr Gerechtigkeit” debattiert und zog eine große Resonanz zahlloser regionaler und überregionaler Zeitungen, Radiostationen und Fernsehsender nach sich.
Streitkultur-Cup: Die älteste Vereinsmeisterschaft
Seit 2003 lädt Streitkultur e.V. jährlich Mitglieder und befreunde Vereine zu seiner offenen Vereinsmeisterschaft, dem „Streitkultur-Cup“ ein. Die Veranstaltungen erfreuten sich dabei sehr großer Beliebtheit und ist seither sogar größer als die Landesmeisterschaft von Baden-Württemberg.
Umfangreichste Publikationsliste
Dem Verein und seinen Mitgliedern ist es ein großes Anliegen, das Sportliche Debattieren nicht zur praktisch, sondern auch theoretisch voranzubringen. Zu diesem Zweck wurden in den letzten Jahren zahlreiche Artikel und Bücher zu diesem Thema und seinen Aspekten von Vereinsmitgliedern verfasst. Zu den wichtigsten davon zählen neben dem „Handbuch der Offenen Parlamentarischen Debatte“ unter der Herausgeberschaft von Michael Hoppmann und Bernd Rex, das bereits in vierten Auflage erhältlich ist, unter anderem „Was ist Debatte? Ein internationaler Überblick.“ in dem die Autoren die wichtigsten deutschen und internationalen Debattierformate vorstellen und vergleichen sowie zahlreiche Informationen zu Theorie und Geschichte des Debattierens zusammenstellen. Außerdem sind mehrere praxisnahe Trainingsbücher entstanden, unter anderem das „Trainingsbuch Rhetorik“ in der UTB Reihe (in zweiter Auflage) und das Buch “Schlüsselkompetenz Argumentation (UTB Reihe).
Zu den Publikationen
Breitestes Trainingsspektrum
Erst in der Verbindung verschiedener Trainingsformate werden gute Redner ausgebildet. Daher integriert Streitkultur e.V. ein in Deutschland einzigartiges Spektrum verschiedener rhetorischer Trainings- und Wettkampfformen in seinen Cluballtag und veranstaltet regelmäßig Schulungen und Turniere mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Die wöchentlich und monatlich stattfindenden Debatten nach den Regeln der Offenen Parlamentarischen Debatte und der Tübinger Debatte werden dabei ergänzt durch regelmäßige englischsprachige Abende, an denen unterschiedliche ausländische Formate vorgestellt und geübt werden.
Deklamation und Disputation: die ersten Turniere der Moderne
Im Herbst 2005 fand begleitend zu einem nationalen Debattierturnier das erste Deklamationsturnier und am 9. April 2006 das erste Disputationsturnier der Moderne statt. Das dazugehörige Regelwerk sowie einige Beispielfälle finden sich hier. Nähere Informationen zu den Trainingsformaten Deklamation und Deklamation sind im Trainingsbuch Rhetorik veröffentlicht. 2008 gründete sich in Tübingen die “Dialektische Gesellschaft, ein Schwesterverein der Streitkultur zur Förderung der Disputation.
Aktivster Turnierveranstalter
Bis Februar 2010 hat Streitkultur e.V. 27 regionale, nationale und internationale Turniere organisiert, darunter mehrere ZEIT-DEBATTEN, Baden-Württembergische Meisterschaften und eine Deutsche Meisterschaft, mit denen die Vernetzung der Debattierclubs über Austausch und gemeinsames Training im Wettkampf gefördert wurde.
Erstes internationales Turnier in deutscher Sprache
2004 veranstaltete Streitkultur e.V. mit Unterstützung der Gemeinnützigen Hertie Stiftung den 1. Internationalen Streitkultur Agon. Zu dem einwöchigen Turnier im Schwarzwald, an dem zahlreiche Debatten mit Jurorentrainings und inhaltlichen Vorträgen zu verschiedenen politischen Themen kombiniert wurden, erschienen Teilnehmer aus sieben europäischen Ländern. Der Internationale Streitkultur Agon war das Resultat eines aktiven Interesses dieses Vereins, die sprachliche Pluralität im bisher überwiegend englischsprachig geprägten internationalen Debattieren zu fördern. Im Jahr 2007 fand in Tübingen mit dem “Ersten Internationalen Streitkultur-Symposium (ISS)” das zweite internationale Turnier statt. Auch dank dieser Bemühungen gehören dem VDCH, dem Dachverband des Deutschprachigen Debattierens, inzwischen Clubs aus Italien, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden an.
Umfangreichstes Jurorentraining
Die Qualität einer Wettkampfform steht und fällt mit der Qualität ihrer Trainer und ihres Bewertungssystems – diese Einsicht hat sich Streitkultur e.V. sehr früh zu Herzen genommen und legt in Folge dessen einen besonderen Wert auf die regelmäßige Schulung und das Training von qualifizierten Juroren. Zu diesem Zweck fand 2003 das erste Jurorenseminar in Tübingen statt und wurde seitdem durch zahlreiche Schulungen ergänzt. Die wichtigsten Inhalte dieser Schulungen sind als Jurorenleitfaden im Handbuch der Offenen Parlamentarischen Debatte veröffentlicht.

Diese Meilensteine haben Streitkultur e.V. in seiner 10jährigen Geschichte und die Tübinger Debatte mir ihrer 20jährigen Erfahrung zu einem der wichtigsten Akteure für die deutsche Debattierkultur an Hochschulen und darüber hinaus gemacht. Mehr dazu in einer kurzen Geschichte unseres Vereins.