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Eine kurze Vereinsgeschichte

Der Geistesblitz, ein neues Debattierformat zu entwickeln und diesem ein eigenes Zuhause in einem zweiten Debattierclub in Tübingen zu geben, wurde 2001 auf dem Rücksitz einer A-Klasse geboren. Michael Hoppmann, Bernd Rex und Ansgar Kemmann waren gerade auf dem Rückweg aus Berlin von der ersten deutschen Meisterschaft im Debattieren. Fortan entwickelten sie die Offene Parlamentarische Debatte (kurz: OPD) und verliehen ihr ein umfassendes Regelwerk.

Kurz darauf war die Zeit reif: Die Gründerväter traten im November 2001 zusammen und hoben den gemeinnützigen Verein Streitkultur e.V. aus der Taufe. Bernd Rex, Michael Hoppmann, Markus Vergeest, Karsten Stölzgen, Simon Wolf, Tim-C. Bartsch, Björn Wiebe und Florian Steinke sind die acht Streitkultur-Mitglieder der ersten Stunde. Sie wählten auf der ersten Versammlung auch gleich das erste Ehrenmitglied  des Vereins: Ansgar Kemmann. Er ist Gründer der Tübinger Debatte, Mitentwickler der OPD und maßgeblicher Gestalter des Bundeswettbewerbs „Jugend debattiert“.

Aus den ersten acht Mitgliedern sind inzwischen stattliche 96 Streitkulturler geworden, von denen 20 den Verein als (auswärtige) Fördermitglieder und 4 als Alumni unterstützen. Auch in der Universität Tübingen ist der Verein inzwischen tief verwurzelt und kann zahlreiche Professoren zu seinen Ehrenmitgliedern zählen. Der Verein gewann seit seiner Gründung außerdem die Unterstützung von Persönlichkeiten wie Heiner Geisler, Theo Sommer, Hertha Däubler-Gmelin, Lothar Späth oder Roman Herzog.

Seit seiner Vereinsgründung hat der Verein maßgeblich an der Gestaltung der Landschaft des studentischen Debattierens mitgewirkt: Mit der Ausrichtung des ersten Turniers der ZEIT-DEBATTEN begründete der Verein ein Kernstück der studentischen Debattierturniere in Deutschland. Mit dem Internationalen Streitkultur-Agon 2004 betrat der Verein zum ersten Mal in großem Stil das internationale Parkett, 10 Nationen debattierten eine Woche lang in deutscher Sprache. Heute gehören dem VDCH, dem Dachverband des deutschsprachigen studentischen Debattierens wie selbstverständlich Debattierclubs aus Österreich, der Schweiz, Italien und den Niederlanden an.

Vor allem aber mit der Gestaltung und Förderung der Offenen Parlamentarischen Debatte war die Streitkultur so etwas wie der Vater für einen wichtigen Teil des Debattierens in Deutschland, im Jahr 2003 war die OPD zum ersten Mal das Format einer deutschen Meisterschaft (die in Tübingen stattfand). Seither wird das Format von der Mehrheit der deutschen Clubs regelmäßig in Showdebatten, Clubabenden und auf Turnieren und Meisterschaften verwendet.

Im Jahr 2007 wurde der Verein von der Initiative „Land der Ideen“ für seine Verdienste für die Debattierkultur ausgezeichnet – woraufhin der Verein die erste Weltrekorddebatte aller Zeiten veranstaltete: 40 Stunden lang wurde zum Thema „Brauchen wir mehr Gerechtigkeit“ debattiert. Zwei Jahr zuvor fusionierte der Verein mit der Tübinger Debatte, dem ältesten Debattierclub an einer deutschen Hochschule – womit der Verein nicht nur die sportliche Debatte, sondern auch die öffentliche Publikumsdebatte in sich vereint.

Und auch die Erfolge der Debattanten auf nationalem und internationalem Pakett können sich inzwischen sehen lassen: Vor allen Dingen konnte der Verein Siege auf  Baden-Württembergischen Meisterschaft (2003,2004 und 2007), mehrere ZEIT-DEBATTEN, zwei Süddeutschen Meisterschaften und zu guter Letzt auf der Deutschen Debattiermeisterschaft 2010 in Münster verbuchen. Damit steht der Verein auf Platz 4 der ewigen Bestenliste in Deutschland.