Nach welchen Regeln wird debattiert?

Wie bereits erwähnt folgt der rednerische und argumentative Wettstreit beim Debattieren bestimmten Regeln. Wir debattieren in zwei verschiedenen Formaten und messen uns außerdem noch in den Redeformen der Disputation und Deklamation.  Die Regeln der Tübinger Formate werden kontinuierlich durch Regelkommissionen gepflegt und evaluiert. Weiterhin finden sich hier auch noch kurze Beschreibungen einiger bekannter angelsächsischer Debattierformate:

Offene Parlamentarische Debatte (OPD)

Der Januskopf der OPD
Der Januskopf der OPD
Im Format der Offenen Parlamentarischen Debatte stehen sich zwei Fraktionen (Pro und Contra) à drei Redner gegenüber und ringen mit den besten Argumenten um den überzeugendsten Auftritt. Jeder Fraktionsredner hat dabei sieben Minuten Zeit, für seine Seite Stellung zu  beziehen. Zusätzlich nehmen drei bis sechs fraktionsfreie Redner an der Debatte teil; sie haben nur dreieinhalb Minuten Redezeit und sollen sich in dieser Zeit mit möglichst neuen Argumenten auf der Pro- oder Contraseite positionieren.

Ausführliche Informationen zur Offenen Parlamentarischen Debatte


Tübinger Debatte (TüD)

Der Asterix-Redner der Tübinger Debatte
Der Asterix-Redner der Tübinger Debatte
Das Format der Tübinger Debatte ist eine klassische Publikumsdebatte. Zwei Parteien à zwei Redner stehen sich auf Pro- und Contraseite gegenüber und debattieren in jeweils dreiminütigen Eingangs- und Schlussstatements eine aktuelle Streitfrage. Nachdem jeder der vier Redner seinen Eröffnungsvortrag gehalten hat, beginnt die offene Aussprache. Jeder im Publikum Anwesende kann sich nun auf die Rednerliste setzen lassen und in einminütigen Beiträgen an der lebhaften Debatte teilnehmen.

Ausführliche Informationen zur Tübinger Debatte


Deklamation

Das Deklamationslogo
Das Deklamationslogo
Die Deklamation ist eine rednerische Übungsform, die einen strittigen Rechtsfall zum Thema hat. Ziel der Deklamation ist die Entscheidung über einen fiktiven Fall mit Hilfe gegebener Rechtsnormen und rechtlichen Grundprinzipien. Vorbild dafür ist nicht das moderne Gerichtswesen. Oberstes Prinzip der Entscheidung über Schuld und Unschuld ist ein rationales Gerechtigkeitsverständnis.

Regelwerk der Deklamation
Beispielfälle vom Auftaktturnier der ZEIT-Debattenserie 2005/2006 in Tübingen
Komplettes Deklamationspaket


Disputation


Die Disputation ist ein streng regelgeleiteter Dialog, der auf die Prüfung der argumentativen Konsistenz und glaubhaften Haltbarkeit einer These ausgerichtet ist. Sie wird von zwei Teilnehmern bestritten, dem Defendenten und dem Opponenten. Der Defendent stellt eine These vor und verteidigt deren Schlüssigkeit, der Opponent hinterfragt ihre Prämissen und überprüft ihre Konsistenz. Über die Regeln wacht ein Präsident. Bewertet wird die Disputation von mindestens zwei Juroren, von denen einer auch die Aufgaben des Präsidenten übernehmen kann.

Kommentiertes Regelwerk der Disputation
Ablaufplan der Disputation


Weitere Formate

In unregelmäßigen Abständen veranstalten wir englische Debatten. Hier treffen wir uns, um in verschiedenen angelsächsischen Debattierformaten zu debattieren, unser Englisch für das nächste internationale Turnier zu erproben und einfach nur Spaß zu haben.

Hier haben wir einige Übersichtskarten für die verschiedenen Formate zusammengestellt:

American Parliamentary Debate (NPDA)
All-Asian I.V. Debate (preliminary rounds)
World Universities Debating Council (by Ray D`Cruz)
Irish Times Debate (from 2nd round on)



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Nächste Debatte:
Mittwoch, 07.05.2008
20:00 c.t. im Herzog Ulrich
Thema: "Sollen Lebensmittelpreise staatlich reguliert werden??"



Streitkultur - Wer wir sind und was wir tun
"Eine Kurze Bildschirmpräsentation über den Verein, die Mitglieder und Aktivitäten"



ISS - Das Internationale Streitkultur Symposium
"Fotos und Ergebnisse vom ISS, das internationale Debattierturnier in Tübingen"




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