
Hintergrund
»Ziel
der Tübinger DEBATTE ist es, öffentliche Streitkultur zu
fördern und zu pflegen.« So steht es in der Satzung der
Tübinger DEBATTE - das Regelwerk ist übrigens in Anlehnung an
die Geschäftsordnung des Deutschen Bundestages entstanden - und so
soll es auch sein! Ob es nun der immer stärkere Konkurrenzdruck
auf dem Arbeitsmarkt sein mag, oder neue Wege der Kommunikation: wir
alle werden mehr und mehr gezwungen, uns nicht nur zu verschiedensten
Themen eine Meinung zu bilden, sondern diese auch überzeugend zu
präsentieren und öffentlich kundzutun. Die Tübinger
DEBATTE bietet hierzu nicht nur ein
»Trainingsgelände«, um sich im Argumentieren zu
üben, sondern auch ein Sammelpunkt neuer Meinungen und
Einstellungen. Gegensätze werden in zivilisierter Form
ausgetragen, mit etwas Sportsgeist, sozusagen. Dabei geht es nicht
darum, mit dem tiefgründigsten Fachwissen oder den letzten
Statistiken aufwarten zu können. In der Tübinger DEBATTE wird
(fast) wie im Alltag diskutiert, das heißt mit
unvollständigen Informationen und in begrenzter Zeit, aber unter
dem Druck, letztlich zu einer Entscheidung kommen zu müssen. Eine
wichtige Rolle spielt dabei das Regelwerk der Tübinger DEBATTE:
- Jedes
Thema ist als Frage formuliert, die sich entweder mit »Ja«
oder »Nein« beantworten läßt.
-
Je zwei Pro- und Contra-Redner vertreten ihre Standpunkte auf dem
Podium. Für die rechte Würze in der Diskussion sorgt das
Publikum, das sich selbstverständlich auch zu Wort melden darf und
soll.
- Jeder
Redner bekommt pro Wortmeldung nur beschränkte Redezeit
zugebilligt. Wer sie überschreitet, wird von der Glocke des
Präsidenten schonungslos abgebimmelt! Redner auf dem Podium haben
während der Aussprache zwei Minuten Redezeit pro Wortmeldung,
Rednern im Publikum bleibt jeweils nur eine Minute, um ihre Argumente
vorzubringen.
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Vor
allem die beschränkte Redezeit kann auch versierte Redner ganz
schön ins Schwitzen bringen. Aber gerade diese Hürde ist es,
die die Tübinger DEBATTE fast schon zu einem sportlichen Wettkampf
macht - mit hohem Unterhaltungswert, denn so bierernst wie es ein Blick
in die strenge Satzung glauben macht, geht es am Ende doch nicht zu.
Wer's nicht glaubt, kann sich durch einen Besuch bei der Tübinger
DEBATTE kurieren lassen - übrigens über alle
Fächergrenzen hinweg. Denn auch wenn die Tübinger DEBATTE
ursprünglich als Projekt von Rhetorik- und Philosophiestudenten
entstanden ist, gehören doch inzwischen auch Wirtschafts- und
Naturwissenschaftler, Mediziner, Juristen und viele mehr zur
»Stammannschaft«.
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