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Streitkultur-Cup trägt seinen Namen zu Recht
Doppelter Triumph bei den Tübinger Vereinsmeisterschaften

Einen Sieg auf voller Linie bescherte der Streitkultur-Cup 2006 allen drei Teams aus Tübingen. Als Gewinner des Turniers ging Streitkultur I mit Volker Tjaden, Roman Kremer und Henrik Volpert hervor. Im Finale gewannen sie gegen die Clubkollegen Jonas Zigelli, Christine Fuhrmann und Michael Becker. Neben dem besten Team fanden sich auch der beste Finalredner und der beste Turnierneuling in den eigenen Reihen. Henrik Volpert hat die höchste Punktzahl im Finale erhalten, Christine Fuhrmann ist die aussichtsreichste Novizin des Jahres. Bereits im Vorjahr konnte ein Team von Streitkultur den Cup für sich entscheiden.

Insgesamt neun Teams waren angetreten, um sich durch drei Vorrunden ins Finale zu kämpfen. Als Konkurrenten waren die befreundeten Clubs Debatte Karlsruhe, Debating Club Heidelberg, Debattierclub Johannes Gutenberg Mainz und der Debattierclub München im sonnigen Tübingen zu Gast. In der ersten Runde mußten die Debattanten entscheiden, ob Rauchen in der Schwangerschaft strafrechtlich verfolgt werden soll. Dann plädierten sie für und gegen ein European Institute of Technology in Straßburg. Schließlich ging es um die Frage, ob die gesetzlichen Regelungen gegen Schleichwerbung abgeschafft werden sollen. Nach den Vorrunden führten die drei Teams von Streitkultur die Punkteliste geschlossen an.

Die Finaldebatte beschäftigte Redner und Publikum dann mit der Frage „Sollen privatwirtschaftliche Tätigkeiten von ehemaligen Spitzenpolitikern unter Parlamentsvorbehalt stehen?“ Für eine besondere Spannung sorgte der Austragungsort: der Hörsaal der Alten Anatomie. Entsprechend den Regeln für den Vereinscup tritt der Redner ohne Manuskript vor sein Publikum. Kein Pult steht zwischen ihm und den Zuhörern. Das anatomisch-anschauliche Gerippe in seinem Rücken nimmt der Debattant nicht wahr. Nur sein Publikum sieht es, das vor ihm im steilen Gewinde des Hörsaals Platz genommen hat.

Während der Juryberatung genießen die Zuhörer eine Showdeklamation, deren Thema der Lokalität angemessen ist. In Anlehnung an den „Kaufmann von Venedig“ behandeln Michael Hoppmann und Bernd Rex einen Fall, bei dem eine vertraglich vereinbarte körperliche Verstümmelung zur Zahlung einer Invalidenrente führen könnte. Ihre Instrumente sind nur eine vorgegebene Fallbeschreibung, zwei Rechtsnormen und die rednerische Überzeugungskraft. Die Sezierung des Falles gelingt dem Ankläger Michael Hoppmann so überzeugend, daß er ihn nach dem Urteil der Jury für sich entscheiden kann.

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Ergebnisse


 Teamrangliste 
 Platz  Teamname  Punkte 
1 Streitkultur I  589 
2 Streitkultur II  579 
3 Streitkultur III  577 
4 Mainzigartig  577 
5 Heidelberg Debating  558 
6 Debatte Karlsruhe I  539 
7 Debattierclub München  533 
8 Debatte Karlsruhe II  473 
9 Debatte Karlsruhe III  456 

 Rednerrangliste
 Platz  Name  Punkte 
1 Florian Pressler  147 
2 Marietta Gädeke  146 
3 Roman Kremer  145 
4 Michael Becker  142 
5 Volker Tjaden  142 
6 Julia Klein  137 
7 Christine Fuhrmann  137 
8 Ulrich Blank  134 
9 Sarah Andiel  134 
10 Henrik Volpert  133 
11 Julian Petkov  130 
12 Pauline Leopold  129 
13 Mirko Radojicic  128 
14 Florian Steininger  124 
15 Michael Maier  124 
16 Johannes Schröder  124 
17 Raphael Rudolph  124 
18 Alex Wittl  123 
19 Ben Meyer-Schwickerath  122 
20 Marcel Giersdorf  122 
21 Jonas Zigelli  122 
22 Falk Mletzko  122 
23 Lukas Noczynski  115 
24 Sigrid Mohnen  110 
25 Phillip Kriett  106 
26 Leo Steinmacher  106 
27 Thomas Gnam  70 



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