Rückblick auf die Einsteigerabende

Unsere drei Einsteigerabende dieses Semester sind vorbei- Zeit für einen kleinen Rückblick: Auf drei abwechslungsreiche Debatten und zahlreichen, talentierten Nachwuchs.

 

So ziemlich jeder Debattant kann sich erinnern, wie nervös er oder sie beim Einsteigerabend war. Als man zum ersten Mal eine Rede halten sollte. Was weniger bekannt ist: Am nervösesten beim Einsteigerabend sind nicht die Redner. Am nervösesten ist der Vorstand: Viele Wochen lang hat man sich in Vorlesungen vorgestellt, Flyer verteilt, in den Sozialen Medien geworben und sogar ein kleines Werbefilmchen produziert. Und dann kommt er: Der Moment der Wahrheit.

Umso beruhigender war es an den vergangenen Dienstagen zu sehen, wie erst einige, dann mehr und dann noch mehr Menschen in den Hörsaal 4 strömten, bis wir alle drei Male an der 50-Mann-Marke kratzten und fünf Debattenräume füllen konnten: Wir haben auch dieses Jahr wieder Debattiernachwuchs in Tübingen!

Ein voller Raum auch am zweiten Einsteigerabend

Und nicht nur das: Es ist auch guter Nachwuchs (#neindasistkeinefloskel). Diejenigen Erfahreneren von uns, die als Juroren mithalfen, warfen sich immer wieder Blicke zu: Waren wir in unseren ersten Reden vor 2-3 Jahren auch schon so souverän? Und das galt nicht ausschließlich nur für diejenigen Einsteiger, die bereits „Jungend debattiert“ Erfahrung hatten- jedes Mal entstanden von vorne bis hinten gute und lebhafte Debatten: Am ersten Abend wurden zum Thema Drogenlegalisierung Harmlosigkeit und Gefährlichkeit weicher Drogen, sowie die Freiheit des Einzelnen gegen die Verantwortung des Staates gegeneinander abgewogen. Beim ewigen Klassiker „bedingungsloses Grundeinkommen“ wurde intensiv diskutiert, ob dies den Weg aus dem „Hamsterrad der modernen Welt“ weist oder schlichtweg „unnötig, unfair und nicht realisierbar“ ist. In der dritten Debatte wurde schließlich gestritten, ob der „Veggie Day“ in Mensen ein Weg ist, ohne Zwang verantwortungsvolle Ernährung zu verankern oder ob es sich um eine Bevormundung handelt, die nur Trotz hervorruft.

Bei dem, was noch zu verbessern galt, legten sich „die alten Debattanten“ ins Zeug, um mit Ratschlägen und Verbesserungsvorschlägen zur Seite zu stehen. Als Hauptjuroren boten wir u.a. mit Lennart, Konrad und Jan das Beste auf, was unserer Verein zu bieten hat. Konrad veranstaltete zusätzlich noch einen kleinen Debattier- und Rhetorik-Workshop an einen der Donnerstage. Auch der Rest half mit, verteilte die traditionellen Einteilungs-Süßigkeiten, unterstützte die Fraktionsteams und schrieb als Nebenjuror mit. Meistens schmissen uns schließlich die Hausmeister raus und der Tross verlagerte sich in den Bierkeller, um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen.

Auch wenn die Einsteigerabende jetzt vorbei sind, geht das Programm weiter: Ende November steht die Ersti-Hütte an; im Dezember dann mit den Herbstdebatten unser Einsteigerturnier. Und natürlich stehen unsere regulären Dienstags- und Donnerstagstermine auch weiter allen Interessierten offen. Wir würden uns sehr freuen, möglichst viele wieder zu treffen. Denn im Studium ist und bleibt das Debattieren die schönste Nebensache der Welt.

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