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Herbstdebatten so gut besucht wie nie

Nicht 15, nicht 18 nein 21 Teams folgten am 21.11.15 der Einladung unseres Vereins und nahmen an unserem beliebten Einsteigerturnier teil. Der günstige Teilnehmerbeitrag, Frühstück, chinesisches Mittagessen und abendliche Partypizzen stellten sicher, dass auch im nächsten Jahr dieses Interesse bestehen bleiben wird. Auch unsere Chefjuroren Sabrina Effenberger (Rederei Heidelberg), Sarah Kämpf und Lennart Lokstein (SK) trugen mit der Wahl ihrer Themen zu einem runden Ablauf des Turniers bei. Durch Brötchen gestärkt stürzten sich 63 Debattierfrischlinge auf das erste Thema: „Sollen Haftstrafen für jugendliche Täter abgeschafft werden?“. Das Jura Thema war somit überstanden. Jedoch hatte es das zweite Thema dann in sich: „Sollen die christlichen Kirchen das optische Bild vom weißen,europäischen Jesus durch ein Bild ersetzen, das historisch möglichst akkurat ist?“ Wie sah Jesus nach historischen Quellen aus? Wo ist das Bild des westlichen Jesus überall präsent?

Auf der Party hatten sich alle dann wieder lieb
(c) Florian Korbella

Wer ist hier betroffen und was sind die Effekte des Antrags? Eine Herausforderung, der sich in 7 Räumen mutig gestellt wurde. Eine kurze Kaffeepause später kam dann auch schon die letzte Vorrunde auf den Plan: „Soll die UN-Vollversammlung Rechte an Klimaschutztechnologie für nichtigerklären und deren Offenlegung zur allgemeinen Nutzbarkeit verpflichtend machen?“ Der Tabraum und mit ihm Tabmaster Till rauchten daraufhin vor Rechnerei, schließlich hatten sich zwei der fünf Tübinger Teams durchsetzen können und waren ins Finale eingezogen. Dies disqualifizierte gut die Hälfte der Juroren für den Break, da Vereinsmitglieder. Streitkultur Enyo mit Maren Lebsanft, Leonie Ott und Marius Hobbhahn redete als top of the tab in der Opposition gegen Streitkultur Eos mit Jona Seidel, Florian Korbella und Janek Elkmann zu dem Thema: „Soll humoristisches Verarbeiten der Nazi-Geschichte geächtet werden?“ Das antragslose Thema führte zu einer emotionalen Debatte, in welcher sich auch die Fraktionsfreien Redner Jan Michal (Göttingen), Noah Schöppl (Augsburg) und Timo Berenz (Rederei Heidelberg) profilieren konnten. So hielt Jan nach Meinung der Juroren Sabrina Effenberger, Sarah Kempf, Willy Witthaut und Nina Bieber die beste Rede, Streitkultur Enyo vertrat ihre Fraktion besser. Jonas Weik präsidierte. Trotz großzügiger Planung war es schon 21 Uhr geworden und man transferierte schnellsmöglich in die „7“, wo bei Chips, Bier und den übrigen Partypizzen bis spätnachts gefeiert wurde.

 

Der Verein bedankt sich herzlichst bei allen Crashplatzstellern, Helfern, Juroren und Rednern für das schöne Turnier.

Die Themen im Überblick:

Runde 1:

„Factsheet“:
 Für Jugendliche (14- bis 17-jährig) und z.T.
auch für Heranwachsende gilt das Jugendstrafrecht.
Hier wird der Erziehung Vorrang vor der Verhängung
der Strafe eingeräumt. Nichtsdestotrotz haben die
meisten Maßnahmen Sanktionscharakter. Idealerweise
sollten Erziehungsmaßregeln (Erteilung von Weisungen,
Anordnungen, etc. . . ) verhängt werden; genügt dies
nicht, können Zuchtmittel (z.B. Verwarnung, Bußgeld,
Jugendarrest bis zu vier Wochen) oder Jugendstrafen
(Haftstrafen) angewandt werden.

Sollen Haftstrafen für jugendliche Täter abgeschafft werden?

Runde 2:

Sollen die christlichen Kirchen das optische Bild vom weißen,
europäischen Jesus durch ein Bild ersetzen, das historisch möglichst
akkurat ist?

Runde 3:

Soll die UN-Vollversammlung Rechte an Klimaschutztechnologie für nichtig
erklären und deren Offenlegung zurallgemeinen Nutzbarkeitverpflichtend machen?

Finale:

Soll humoristisches Verarbeiten der Nazi-Geschichte

geächtet werden?

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