Streitkultur auf dem Gutenberg Cup

Die dümmsten Bauern haben die dicksten Kartoffeln“ . Wem dieser Spruch schon immer Falten auf die Stirn geworfen hat, der dürfte sich am Wochenende vom 11.11 bis 13.11 in Mainz beim Gutenberg -Cup wohlgefühlt haben.
Tübingen wurde repräsentiert durch: Pauline Leopold, Konrad Gütschow, Mäxx Müller und Lennart Völler. Wem diese Aufstellung zu stark vorkommt, der hat recht. Jedoch haben wir uns zurückgehalten, um den Anderen auch eine Chance zu geben, wie später noch zu lesen ist.

Wir haben uns entschieden am Freitag anzureisen, um einen stressigen Samstag zu vermeiden und uns somit gut ausgeschlafen und klaren Kopfes in die Vorrunden zu stürzen. Pustekuchen! Jeder der am 11.11 eine Stadt, die sich im 200Km Radius um Köln befindet, besucht kann keine erholsame Nacht erwarten.
Anna, unsere liebe und treusorgende Crasherin hat uns am Samstag trotz der mit wenig Schlaf gesegneten Nacht mit Kaffee und Kuchen(!!!) wieder auf die Beine geholfen. Vielen Dank nochmal dafür.
So ging es also in die Schlacht um den Titel „Meister der Späße“. In der ersten Debatte ging es zu klären ob Schneewittchen nicht besser daran getan hätte mit den 7 Zwergen durchzubrennen, als mit dem Prinzen. Wir redeten frei und das nichtmal gut. Die Juroren sahen das zum Glück ein wenig anders und so konnten wir mit erhobenem Haupt in die 2. Debatte gehen, mit dem Thema: „Sollten die dümmsten Bauern die dicksten Kartoffeln ernten?“.
Nun war es an der Zeit zu zeigen, was wir als Opposition taugen. Wir wollten also für die Rechte der Kartoffel einstehen und ihr nicht aufzwingen von einem dummen und verständnislosen Bauern geerntet zu werden.
Leider konnten wir diese Forderung nicht ohne Kompromisse durchsetzen. Ich hoffe ihr Kartoffeln da draußen zeigt Verständnis.  In dieser Debatte wusste wohl niemand in welche Richtung er wollte oder sollte, but who cares? We won!

Cheforga Willy

Nachdem wir vorzüglich mit allerhand Kaffee und Kuchen versorgt wurden ging es also an die letzte Debatte des Tages: „Brauchen wir die Grüne Armee Fraktion?“. Es wurde Zeit den radikalen Wa(h)lretter und Kastorblockierer herauszukehren und zu zeigen das nur Grün so richtig gut ist. In dieser letzten Debatte des Tages wurden wir nochmal so richtig gefordert. Und obwohl wir das Besprühung von Autos mit Blumen und die Versperrung von Großkonzernen mit Kompost für den richtigen Weg hielten. Mussten wir uns am Ende dieser Debatte mit einem guten 2. Platz zufriedengeben.
Genug debattiert. Zeit zum Feiern! Gespannt und schon leicht angeheitert warteten wir am Abend auf die Ergebnisse, die unsere Abendplanung bestimmen sollten. Auch wenn das jetzt für den ein oder anderen nicht zu verstehe ist, wir haben das Break leider nicht geschafft und sind ausgeschieden.
Aber moment mal? Wirklich ausgeschieden? Nein, einer hat es geschafft als freier Redner in das Halbfinale einzuziehen. Konrad Gütschow! Herzlichen Glückwunsch zum ersten Break, es soll nicht dein letzter sein!

Weder Konrads weltverändernde, grandiose und natürlich völlig unterbewertete Rede, noch Halb- oder Finaldebatte sollen hier weitere Beachtung finden, da der Verfasser zum Zeitpunkt dieser Debatten in Mainzer After-Hour Clubs verschollen war und sich daher nicht äußern kann.
Wichtig ist nur, Mainz hat gewonnen und dazu gratulieren wir von Herzen!

Pauline, die den Neulingen in diesem Turnier aufoktroyierte nicht mit weniger als 35 Punkten im Mittel das Turnier zu verlassen  und noch viel zuwenig Beachtung in diesem Text gefunden hat, trug ihren Teil zum Turnier als faire und unparteiische Jurorin bei. Auch dafür will ich mich an dieser Stelle bedanken.
Zu guter Letzt sollen natürlich nicht die Menschen unerwähnt bleiben, die all dies möglich gemacht haben und uns so ein lustiges, spannendes und nervenaufreibendes Wochenende ermöglichten. Die Organisatoren.  Besonders sind hier zu erwähnen Willy C. Witthaut, Clemens Fucker und Andrea Gau. Ein persönlicher Gruß noch an Andrea, denn wenn ich eine Schwester hätte… (ich sollte nicht trinken)

All den genannten und ebenso den nicht genannten Leuten sei von herzen für einen wirklich reibungslosen Ablauf, eine lockere Führung und ein stetes Lächeln während der vergangenen 3 Tage gedankt.
Ich freue mich auch nächstes Jahr wieder dabei zu sein, wenn es heißt „der Meister der Späße 2012 ist …

Von Lennart Völler

1 Antwort
  1. Sarah says:

    Ich als Mainzerin muss ja sagen, dass die gute Stimmung am 11.11. nicht an dem weit entfernten Köln liegt, das aus unerfindlichen Gründen „Kölle Alaaf“ schreit – sondern an den selber witzigen und munteren Mainzern, die zurecht ein dreifach donnerndes „HELAU“ in die Runde schicken. ;-) Tsss. :-)

    Ich freue mich, dass ihr Spaß hattet und Tübingen gut vertreten habt!!

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