Frankenberger: Für Raucher-Interessen

Wie es bei Debatten so üblich ist müssen die Redner dabei mitunter Positionen vertreten, die nicht ihrer persönlichen Meinung entsprechen.

Und so war es bereits bei der zweiten Debatte als es um das Thema Rauchverbot ging. Sebastian Frankeberger, in Bayern bekannt geworden als Initiator eines Volksentscheids für ein Rauchverbot, wurde in dieser Debatte zu einem glühenden Kämpfer für freies Rauchen.

Und das machte ihm sichtlich Spaß: „Es ist mir ein Vergnügen diesen Antrag der Regierung auseinanderzunehmen“, so Frankenberger. Er geißelte eine Regierung, die die Freiheitsrechte des Einzelnen angreife. „Ihr pädagogisches Prinzip ist komplett verfehlt“, so der Passauer. „Es stimmt, das Rauchen, auch Passivrauchen gefährlich ist. Aber wo zieht denn der Rauch im Freien hin?“ “

Und am Ende war er der eifrigste Verfechter von Raucher-Rechten, wie es so mancher sicher nie für möglich gehalten hätte: „Man muss den Leuten ihre Laster und Genüsse lassen!“, so sein Aufruf zum Schluss der Rede.

War solch ein argumentativer Positionswechsel schwer? „Es war eine große Herausforderung, aber ich kenne ja viele Argumente, auch die der anderen Seite“, so Frankenberger nach der Debatte.

2 Kommentare
  1. Felix Staratschek says:

    Ich habe für den Bundesparteitag der ÖDP in Coburg Fragen formuliert und die in der ÖDP gestreut, wo ich Sebastian Frankenberger zur Rechenschaftsabgabe auffordere im Zusammenhang mit der Verfassungsbeschwerde von „Mehr Demokratie“, dem ESM, dem Fiskalpakt, dem Demokratieverständnis und der Satzungs- und Programmlage der ÖDP: http://viertuerme.blogspot.de/2013/03/sind-satzung-und-grundsatzprogramm-fur.html . Zum Bundesparteitag der ÖDP in Coburg werde ich die Fragen als Flugblatt verteilen, um Delegierte und Besucher mit dem Thema zu konfrontieren. Passt die Politik, die ich hier hinterfrage noch zu den Grundwerten der christlichen Soziallehre: Personalität, Solidarität, Subsidiarität und Gemeinwohl? Stehen ESM und Fiskalpakt nicht im Widerspruch zu diesen Begriffen?
    http://gloria.tv/?search=esm

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  2. Richard Hagenauer says:

    Herr Frankenberger hast sich in Wirklichkeit noch nie für ein Rauchverbot eingesetzt. Er benützte dieses Thema lediglich, um einen Bekanntheitsgrad zu erreichen, um sich für den Bundesvorsitz der ÖDP empfehlen zu können! Er hat mit seinem Volksentscheid in Bayern erreicht, dass es in Zukunft nicht mehr möglich sein wird, Kinder vor der todbringenden Nikotindroge zu schützen! Dies hat er mir selbst bestätigt! Kinder werden nämlich weder bei privaten Feiern, weder in Biergärten, weder auf dem Spielplatz, weder im Freibad, weder in Freizeit-und Vergnügungsparks, weder im Freibad, weder in Einkaufszentren und Fußgängerzonen, weder im Eissalon, ja nicht einmal beim Friseur geschützt! Jährlich werden in Deutschland etwa 1 000 Kinder von den Eltern im heimischen Bereich getötet! Er gibt damit zu, kein Heilsbringer, sondern ein brutaler, menschenfeindlicher Egoist zu sein! Wenn er jetzt fordert, Rauchern ihre Laster und Genüsse zu lassen meint er damit, dass Raucher ungestraft Menschen ermorden dürfen! Er unterscheidet sich damit in keinster weise von den anderen Politikern! Wieviel Geld muss im Spiel sein, um über jährlich bis zu 140 000 Leichen gehen zu können?

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